Chemische Gruppen wirken zusammen
Seitenketten können Protonen aufnehmen oder abgeben, Ladungen stabilisieren und Substrate günstig ausrichten. Entscheidend ist die Stabilisierung des Übergangszustands.
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Wie beschleunigen Enzyme chemische Reaktionen? Verbinde Proteinstruktur und aktives Zentrum mit Sättigung, pH-Einfluss und Reaktionsgeschwindigkeit.
Biokatalyse · Spezifität · Sättigung
Enzyme sind Biokatalysatoren. Die meisten sind gefaltete Proteine. Ein Substrat ist der Stoff, den ein Enzym bindet und chemisch umsetzt. Die Reaktion findet am aktiven Zentrum statt: Dort wirken passende räumliche Anordnung und chemische Gruppen zusammen.
E steht für Enzym, S für Substrat, ES für Enzym-Substrat-Komplex und P für Produkt. Das Enzym wird im Reaktionszyklus zurückgebildet. Die gezeichneten Formen sind ein Funktionsmodell, keine Strukturformel des gesamten Proteins.
Wasserstoffperoxid kann Zellen schädigen. Katalase beschleunigt seinen Abbau. Die Gleichung zeigt eine konkrete chemische Umsetzung: Aus zwei H₂O₂-Molekülen entstehen zwei Wassermoleküle und ein Sauerstoffmolekül.
Das allgemeine ES-Modell erklärt Bindung und Umsatz vereinfacht. Der tatsächliche Katalase-Mechanismus umfasst mehrere Schritte an einer Hämgruppe; er ist keine einfache Zerteilung eines Puzzleteils.
Seitenketten können Protonen aufnehmen oder abgeben, Ladungen stabilisieren und Substrate günstig ausrichten. Entscheidend ist die Stabilisierung des Übergangszustands.
Substratspezifität beschreibt, welche Stoffe umgesetzt werden; Wirkungsspezifität, welche Reaktion katalysiert wird. Die Selektivität kann unterschiedlich eng sein.
Das Schlüssel-Schloss-Modell betont die Passform. Beim Induced Fit verändert sich die räumliche Anordnung bei der Bindung zusätzlich. Enzyme sind also keine starren Schablonen.
Das Substrat trifft auf das aktive Zentrum. Bindung setzt passende chemische Wechselwirkungen voraus.
Verändere jeweils nur eine Größe. Das Modell zeigt Anfangsgeschwindigkeiten bei konstantem pH und konstanter Temperatur.
25,0 µmol/(L·min)
50,0 µmol/(L·min)
Bei [S] = Kₘ wird die Hälfte von Vmax erreicht.
Idealisiertes Michaelis-Menten-Modell: Kₘ = 2,0 mmol/L; Vmax = 50 · relative Enzymmenge in µmol/(L·min). Keine Messdaten eines bestimmten Enzyms.
Bei wenig Substrat erhöht mehr Substrat die Häufigkeit produktiver Bindungen deutlich. Bei hoher Substratkonzentration sind die aktiven Zentren weitgehend ausgelastet. Die Geschwindigkeit nähert sich einem Grenzwert Vmax.
Bei [S] = Kₘ gilt v₀ = Vmax/2. Verdoppelt man bei unverändertem Substratangebot die aktive Enzymkonzentration, verdoppeln sich im Modell Vmax und v₀. Kₘ bleibt gleich.
Erwärmen beschleunigt zunächst häufig die Reaktion. Bei zu hoher Temperatur kann die Proteinstruktur verloren gehen: Denaturierung. Das Optimum hängt vom Enzym und auch von der Messdauer ab.
Protonierung und Deprotonierung verändern Ladungen an Seitenketten und am Substrat. Dadurch ändern sich Bindung und Katalyse; extreme pH-Werte können zusätzlich die Faltung stören.
Kälte verlangsamt viele Enzymreaktionen, bedeutet aber nicht automatisch Denaturierung. Ebenso hat nicht jedes Enzym sein Optimum bei 37 °C oder pH 7.
Die Gleichgewichte zeigen beispielhaft, wie sich Ladungen geeigneter Gruppen ändern. Ihre tatsächlichen pKₐ-Werte hängen von der Umgebung im Protein ab.
Ein Hemmstoff konkurriert im einfachen Modell mit dem Substrat um das aktive Zentrum. Viel Substrat kann die Hemmung abschwächen. Vmax bleibt im idealen reversiblen Modell gleich, der scheinbare Kₘ-Wert steigt.
Die für die Funktion nötige räumliche Proteinstruktur wird gestört. Mehr Substrat stellt ein verlorenes aktives Zentrum nicht einfach wieder her. Denaturierung ist keine automatische Spaltung der Peptidbindungen.
Was erklärt die Sättigung bei hoher Substratkonzentration?
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Einstieg: Katalasegleichung ausgleichen und Substrat, Produkte und Katalysator benennen.
Partnerarbeit: Erst Substrat-, dann Enzymmenge verändern und die Kurvenform begründen.
Sicherung: pH-Einfluss, kompetitive Hemmung und Denaturierung mit unterschiedlichen chemischen Ursachen erklären.

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