1 · Der Ring bindet das Elektrophil
Ein Elektronenpaar des π-Systems bildet eine C–E-Bindung. Das betroffene C trägt vorübergehend sowohl H als auch E.
Chemie · Klasse 11–13 · Organische Reaktionen
Warum reagiert Benzol durch Austausch eines H-Atoms? Verfolge den σ-Komplex, die Rückbildung der Aromatizität und die Wirkung vorhandener Substituenten.
Elektrophiler Angriff · σ-Komplex · Protonenabgabe
Bei einer elektrophilen aromatischen Substitution ersetzt ein Elektrophil ein H-Atom am aromatischen Ring. E⁺ ist ein allgemeines Modell für das elektrophile Teilchen. Das Endprodukt besitzt wieder ein aromatisches π-System.
Die Ringzeichnung ist eine Skelettformel: Jede Ecke steht für ein C-Atom, nicht eingezeichnete H-Atome ergänzen die Bindigkeiten. Der Kreis stellt die Delokalisierung der sechs π-Elektronen dar.
Ein Elektronenpaar des π-Systems bildet eine C–E-Bindung. Das betroffene C trägt vorübergehend sowohl H als auch E.
Dieses C ist nun sp³-hybridisiert. Der durchgehend konjugierte Ring ist unterbrochen. Die positive Ladung ist über mehrere Ringpositionen delokalisiert.
Die Zeichnung zeigt eine Grenzstruktur des σ-Komplexes. Die positive Ladung sitzt im realen Teilchen nicht dauerhaft an nur einer Stelle. Der σ-Komplex ist keine aromatische Benzolstruktur mit einem zusätzlichen Pluszeichen.
Das Elektronenpaar der C–H-Bindung bildet wieder eine π-Bindung im Ring. Dadurch wird das aromatische System wiederhergestellt.
Insgesamt wurde H durch E ersetzt. Eine dauerhafte Addition würde das aromatische System aufheben; die Wiederherstellung seiner Stabilisierung begünstigt hier die Substitution.
Benzol reagiert mit Brom unter den üblichen Bedingungen viel weniger leicht als ein Alken. Die Lewis-Säure FeBr₃ bindet an Brom und verstärkt dessen Polarisierung. So wird der elektrophile Angriff möglich.
In vereinfachten Mechanismen schreibt man häufig Br⁺ und FeBr₄⁻. Das beschreibt die elektrophile Übertragung; es bedeutet nicht, dass eine hohe Konzentration frei gelöster Br⁺-Ionen vorliegt.
Bei der Protonenabgabe wird FeBr₃ zurückgebildet. Es wirkt als Katalysator und wird in der Gesamtbilanz nicht verbraucht.
Wechsle die Ansicht und prüfe die Bindungen am oberen Ring-C. E steht für die neu eingeführte Gruppe.
Alle sechs C-Atome tragen zum durchgehend konjugierten π-System bei.
Schwefelsäure ermöglicht aus Salpetersäure die Bildung des Nitronium-Ions NO₂⁺. Dieses reagiert als Elektrophil mit dem Ring. Nach Angriff und Protonenabgabe entsteht Nitrobenzol.
Bei einem bereits substituierten Benzol sind zwei Fragen zu trennen: Wie schnell reagiert der Ring im Vergleich zu Benzol, und wo greift das nächste Elektrophil bevorzugt an?
Die Methylgruppe stabilisiert passende Zwischenstufen unter anderem durch Hyperkonjugation. Positionen 2/6 heißen ortho, Position 4 para.
Markierungen zeigen bevorzugte Positionen, keine ausschließlichen Produkte oder festen Mengenanteile. Bedingungen und sterische Effekte beeinflussen die Verteilung.
In welcher Ansicht ist die Aromatizität unterbrochen?
Wähle eine Antwort.
Einstieg: Benzol und Alken bei elektrophilem Angriff vergleichen.
Partnerarbeit: Im Labor jeweils das obere Ring-C und seine Bindungen erklären.
Sicherung: Am Chlor-Beispiel begründen, warum dirigierende Wirkung und Aktivierung getrennte Fragen sind.

Direkt zum Thema: Mechanismus und Wiederherstellung der Aromatizität.
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Grundlagen: Benzolstruktur, Delokalisierung und aromatische Bindung.
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Weiterführender Vergleich organischer Reaktionstypen und Elektronenpaarpfeile.
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