Gleichgewicht · niedrige Temperatur
Die exotherme Hinreaktion wird thermodynamisch begünstigt. Bei gegebenem Druck liegt der Gleichgewichtsanteil von NH₃ höher.
Chemie · Verstehen und üben
Verstehe den technischen Kompromiss aus Gleichgewicht und Geschwindigkeit – mit Synthesekreislauf und interaktiver Stoffmengenbilanz.
Gleichgewicht · Katalyse · Technik
Das Haber-Bosch-Verfahren stellt Ammoniak aus Stickstoff und Wasserstoff her. Ammoniak ist ein wichtiger Ausgangsstoff, etwa für stickstoffhaltige Düngemittel. Die Synthese verknüpft chemisches Gleichgewicht mit Reaktionsgeschwindigkeit und technischer Prozessführung.
Die Enthalpieangabe bezieht sich auf die Reaktion wie geschrieben, also auf die Bildung von 2 mol gasförmigem NH₃ unter Standardbedingungen. Die Hinreaktion ist exotherm.
Die exotherme Hinreaktion wird thermodynamisch begünstigt. Bei gegebenem Druck liegt der Gleichgewichtsanteil von NH₃ höher.
Die Umsetzung läuft schneller ab. Besonders die Aktivierung des stabilen N₂-Moleküls erfordert einen geeigneten Reaktionsweg.
Bei gleicher Temperatur begünstigt eine Kompression die Seite mit weniger Gasmolekülen: aus vier werden zwei.
Hoher Druck benötigt aufwendige Apparate und Kompressionsarbeit. Zu niedrige Temperatur ist zu langsam, zu hohe Temperatur senkt die Gleichgewichtsausbeute.
Als schulisches Richtbeispiel werden oft etwa 400–500 °C, hoher Druck im Bereich von 100–250 bar und ein eisenbasierter Katalysator genannt. Die konkrete Auslegung hängt von Anlage und Katalysatorsystem ab.
Auf einer geeigneten Katalysatoroberfläche werden die Ausgangsstoffe adsorbiert und über mehrere Schritte umgesetzt. Dadurch wird ein alternativer Reaktionsweg zugänglich. Der Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion und verkürzt die Zeit bis zum Gleichgewicht.
Wähle eine Änderung und trenne Gleichgewichtslage, Reaktionsgeschwindigkeit und technische Wirkung.
Mehr NH₃ im Gleichgewicht
Kompression bei konstanter Temperatur begünstigt die Seite mit weniger Gasteilchen: rechts stehen 2 statt links 4 mol Gas. K bleibt bei gleicher Temperatur unverändert.
Die Gase werden gereinigt, passend gemischt, verdichtet und über den Katalysator geführt. Ein einzelner Reaktordurchgang setzt nur einen Teil um. Nach dem Abkühlen kann Ammoniak unter geeigneten Druckbedingungen kondensieren und abgetrennt werden.
Der nicht umgesetzte Stickstoff und Wasserstoff wird zurückgeführt. In realen Anlagen wird ein kleiner Teil des Kreislaufgases ausgeschleust, damit sich inerte Begleitgase nicht anreichern. Wärmerückgewinnung verringert den zusätzlichen Energiebedarf.
Start: 1,00 mol N₂ und 3,00 mol H₂, noch kein NH₃. Als reine Rechenannahme reagieren 20 % des eingesetzten N₂. Das ist keine Vorhersage einer bestimmten Anlage.
Insgesamt liegen danach 3,60 mol Gas vor. Der NH₃-Stoffmengenanteil vor einer Abtrennung beträgt 0,40/3,60 ≈ 11,1 %. Ein N₂-Umsatz von 20 % ist also nicht dasselbe wie 20 % NH₃ im Produktgemisch.
Wird aus Luft gewonnen. Für den Synthesekatalysator sind geeignete Reinheit und die Entfernung störender Stoffe wichtig.
Kann etwa aus Erdgas über Dampfreformierung und nachfolgende Aufbereitung gewonnen werden. Dabei entstehen prozessbedingte CO₂-Emissionen.
Wasser wird mit elektrischer Energie in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Die Klimawirkung hängt wesentlich von der Strombereitstellung ab.
Rohstoffquelle, Energiebedarf und Emissionen betrachten. Der Synthesereaktor selbst hat dieselbe Gesamtreaktion, unabhängig von der H₂-Herkunft.
Ein Katalysator bewirkt bei gleicher Temperatur …
Wähle eine Antwort.
Einstieg: Niedrige Temperatur für die Ausbeute, höhere Temperatur für die Geschwindigkeit gegenüberstellen.
Partnerarbeit: Änderungen im Synthese-Labor chemisch begründen.
Sicherung: Umsatz und NH₃-Anteil berechnen und die Rückführung im Fließbild erklären.

Direkt passend: Gleichgewicht, technische Bedingungen und Stoffkreislauf.
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Grundlagen: Druck, Temperatur und Konzentrationsänderungen beurteilen.
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Ergänzung: dynamisches Gleichgewicht und Hin- und Rückreaktion verstehen.
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