Einsatzbereiche im Unterricht
Du nutzt SPLINT, wenn du in inklusiven Klassen oder mit Förderbedarf arbeitest. Das System unterstützt dich bei der individuellen Lern- und Förderplanung. Es richtet sich insbesondere an Lehrkräfte und Sonderpädagog:innen, die gemeinsam im Team an Förderzielen arbeiten. In der Praxis wird SPLINT z.B. in Gesamtschulen eingesetzt: Eine Schule im Münsterland erfasst damit alle Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf zentral und führt die Förderpläne fortlaufend digital. Auch Programme wie „Startchancen“ fördern den Einsatz von SPLINT, um inklusives Lernen chancengerechter zu gestalten. Technisch ist SPLINT eine Web-App – du kannst sie unabhängig vom Gerät am PC, Tablet oder Smartphone verwenden.
Funktionen & Anwendung
SPLINT vereint mehrere Werkzeuge in einer App. Wichtige Funktionen sind unter anderem:
- Zentrale Schülerprofile: Du legst für jede:n Schüler:in ein digitales Profil an, in dem alle Förderziele und Beobachtungen gesammelt werden.
- Diagnostik & Förderplanung: Über eingebaute Fragebögen (Beobachtungsbögen) erfasst du Lernstände; SPLINT wertet die Antworten automatisch aus und generiert Vorschläge für Förderziele und passende Fördermaßnahmen. Die App enthält Formulierungshilfen, die dir helfen, Förderziele klar zu definieren.
- Teamarbeit: Du kannst Kolleg:innen und externe Fachkräfte in SPLINT als Beteiligte einbinden. Gemeinsam tauscht ihr Beobachtungen aus und arbeitet an den Förderplänen. Zugriffsrechte und Rollen lassen sich dabei flexibel vergeben, sodass nur Beteiligte bestimmte Daten einsehen.
- Feedback & Schülerbeteiligung: In der zugehörigen Schüler:innen-App SPLINTY sehen deine Lernenden ihre Ziele ein und reflektieren kontinuierlich. Du selbst kannst fortlaufend Feedback zu den Lernzielen geben – wahlweise schriftlich oder als Sprachnotiz (mit automatischer Transkription). Damit wird die Einschätzung der Schüler:innen ihren eigenen Bewertungen gegenübergestellt, was Motivation und Transparenz erhöht.
- Fortschrittsübersicht: Die App dokumentiert alle Fortschritte automatisch und bereitet sie visuell auf. Du behältst so stets den Überblick, welche Ziele erreicht wurden und welche Schritte als nächstes anstehen. Kleine Erfolge werden sichtbar und können gemeinsam gefeiert werden.
Didaktischer Mehrwert
SPLINT spart dir viel Zeit und schafft Transparenz bei der Förderplanung. Da alle Schülerdaten und Fördermaßnahmen zentral abgelegt sind, kannst du Unterrichtseinheiten wiederverwenden und Pläne leicht aktualisieren. Die integrierten Fragebögen und Vorschlagsfunktionen entlasten dich bei der Zielformulierung – sie liefern fundierte Empfehlungen, anstatt dass du alles manuell erstellen musst. So gewinnst du Zeit für die pädagogisch wichtige Arbeit und behältst trotzdem den genauen Überblick.
Zudem fördert SPLINT die Inklusion: Jedes Kind kann damit individuell begleitet werden, was zu mehr Chancengerechtigkeit im Unterricht führt. Durch die aktive Einbindung der Schüler:innen (über SPLINTY) stärken die Lernenden ihre Selbstreflexion und Motivation. Insgesamt ermöglichen die klaren Strukturen von SPLINT eine bessere Differenzierung: Du erkennst sofort, welcher Förderbedarf besteht, und kannst gezielt Material oder Unterstützung bereitstellen. Für dich als Lehrkraft bedeutet das: weniger Routineaufwand und ein strukturierter Arbeitsablauf, was den Unterricht effektiver macht.
Datenschutz & Hosting
Datenschutz ist bei SPLINT Chefsache. Der Anbieter Inklusion-Digital garantiert vollständige DSGVO-Konformität – sowohl das Unternehmen als auch die Server stehen in Deutschland. Von Beginn an gelten die Prinzipien von Privacy-by-Design und Datensparsamkeit: Es werden nie mehr Daten erhoben, als unbedingt nötig. Du gibst nur Basisdaten von dir und deinen Schüler:innen ein (Name, Geburtstag, Klasse etc.). Für zusätzlichen Schutz ist eine optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung verfügbar.
Da SPLINT personenbezogene Schülerdaten verarbeitet, muss deine Schule bzw. der Schulträger einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Inklusion-Digital abschließen. Erst mit unterschriebenem AVV könnt ihr alle Funktionen nutzen, insbesondere die Lehrer–Schüler-Verknüpfung und Lernstandskontrolle. Ohne AVV steht SPLINT nur in der Grundversion mit eingeschränktem Funktionsumfang zur Verfügung. Sobald ihr SPLINT nicht mehr einsetzt, löscht Inklusion-Digital alle gespeicherten Schülerdaten umgehend.
Kosten & Lizenzmodelle
Am Anfang steht der kostenlose Testzugang. Du kannst SPLINT One 30 Tage gratis ausprobieren; für deine Schule gibt es ein 6-Wochen-Paket mit 20 % Rabatt auf das erste Jahr bei Übernahme. Die Basisfunktionen bleiben auch danach weiterhin kostenfrei. Wenn du dich für eine Lizenz entscheidest, gibt es für einzelne Lehrkräfte flexible Abos: SPLINT One kostet 12,90 € pro Monat, ein einzelnes Modul 7,90 € pro Monat. Für Schulen und Schulträger werden Lizenzpakete angeboten. Du wählst die gewünschte Anzahl an Lehrkräften, und erhältst dafür jeweils mehrere Lizenzen (Paket S, M oder L). Beispiel: 10 Lizenzen SPLINT One kosten im Jahr rund 950 € (bei 1-Jahres-Vertrag); bei einem 3-Jahres-Vertrag sinkt der Jahrespreis auf ca. 710 €. Nach dem Kauf bekommt ihr einen Lizenzcode, mit dem ihr SPLINT in eurem Konto freischaltet. Die Kosten decken immer genau die vereinbarte Laufzeit ab, es gibt keine versteckten Gebühren. Ein AVV (siehe oben) ist für den vollen Funktionsumfang Voraussetzung.
Erfahrungen & Bewertungen
Viele Lehrkräfte, die SPLINT einsetzen, sind begeistert: Sie loben die einfache und intuitive Benutzeroberfläche sowie die hilfreichen Funktionen zur Förderplanung. Besonders die integrierten Beobachtungsbögen werden als „prima Hilfe“ für die Diagnose eingeschätzt. Auch die Arbeit im Team wird als großer Vorteil genannt: Durch SPLINT finden Besprechungen zielgerichteter statt und es ist einfacher, gemeinsam an Plänen zu arbeiten. In einer Befragung berichten Lehrer:innen, dass die Vorschläge für Förderziele und die Möglichkeit, Schülerdaten für alle sichtbar zu machen, den Arbeitsalltag deutlich erleichtern.
Kritik gibt es kaum an den Funktionen selbst – eher an der Einführung: In manchen Schulen haben zunächst nur Sonderpädagog:innen oder Beratungslehrkräfte Zugang, sodass Fachlehrkräfte weiterhin analog mitplanen müssen. Viele wünschen sich daher, dass langfristig alle Lehrer:innen eingebunden werden. Manchmal wird auch nach zusätzlichen Übersichts-Tools gefragt (z.B. um einen schnellen Gesamtüberblick über alle betreuten Schüler:innen zu erhalten). Insgesamt zeigen Erfahrungen aber, dass SPLINT als große Arbeitserleichterung wahrgenommen wird. Das Tool hilft dabei, die Förderplanung strukturierter und transparenter zu gestalten – ein deutlicher Gewinn für den Unterricht.