Wie viel gelöster Stoff steckt in einem Liter Lösung? Berechne Konzentrationen, unterscheide Lösung und Lösungsmittel und verstehe, was beim Verdünnen gleich bleibt.
stoffmenUnsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck
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Lösungen mit Erklärungen
Stoffmenge – n ist die Stoffmenge des betrachteten Stoffes.
0,050 L – 50/1000 = 0,050.
Sie halbiert sich – Dieselbe Stoffmenge verteilt sich auf das doppelte Volumen.
Eine Lösung ist ein homogenes Gemisch. Bei einer Zuckerlösung ist Zucker der betrachtete gelöste Stoff und Wasser das Lösungsmittel. Die Stoffmengenkonzentration c sagt, welche Stoffmenge dieses Stoffes auf ein bestimmtes Volumen der gesamten Lösung kommt.
Die drei Größen der Konzentrationsformel
Größe
Bedeutung
Einheit
n
Stoffmenge des betrachteten Stoffes
mol
V
Volumen der gesamten Lösung
L
c
Stoffmengenkonzentration
mol/L
Die übliche Schuleinheit ist mol·L⁻¹, gesprochen Mol pro Liter. Eine Konzentration von 0,20 mol·L⁻¹ bedeutet: In einem Liter dieser Lösung befinden sich 0,20 mol des betrachteten Stoffes. Sie bedeutet nicht, dass die vorhandene Probe unbedingt einen Liter groß sein muss.
Beide Proben haben c = 0,20 mol/L. Die größere enthält die fünffache Stoffmenge im fünffachen Volumen. Das Verhältnis bleibt gleich.
Die Punkte stehen stellvertretend für den gelösten Stoff. Der Ausschnitt zeigt ein Mengenverhältnis, keine tatsächliche Teilchenzahl oder maßstabsgetreue Gefäßform.
Lösungsvolumen verwenden und Milliliter in Liter umrechnen
In der Formel c = n geteilt durch V bezeichnet V das Lösungsvolumen. Gemeint ist nicht einfach die zuvor abgemessene Wassermenge. Ein Stoff, der in 250 mL Wasser gelöst wird, ergibt nicht zwangsläufig genau 250 mL fertige Lösung.
Bei einer genauen Herstellung löst man einen geeigneten Stoff zunächst in einem Teil des Lösungsmittels und ergänzt anschließend unter den vorgesehenen Bedingungen auf das gewünschte Endvolumen. Dies erklärt die Bedeutung der Formel; praktische Arbeiten erfolgen im Unterricht nach Anleitung.
Rechne Milliliter in Liter um, wenn du mol·L⁻¹ erhalten möchtest: 250 mL = 0,250 L und 50 mL = 0,050 L. Der häufige Fehler, durch 250 statt durch 0,250 zu teilen, erzeugt einen Faktor 1000.
Verdünnung erkunden: Gleiche Stoffmenge auf mehr Volumen verteilen
Wähle nacheinander 250, 500 und 1000 mL. Achte auf die Anzahl der Punkte, das Lösungsvolumen und die Konzentration. Hier bleiben stets 0,100 mol des betrachteten Stoffes erhalten.
0,100 mol gelöster Stoff verteilen sich auf 250 mL Gesamtvolumen. Die Konzentration beträgt 0,400 mol pro Liter. Es wird nur Lösungsmittel hinzugefügt: kein Stoffverlust, keine Reaktion. Die zurückliegenden kleineren Volumina lassen sich hier zum Vergleich erneut auswählen; das ist kein rückwärts laufender Versuch.
Vorhersagen und überprüfen: Bei 250 mL beträgt c = 0,400 mol/L. Welche Konzentration erwartest du bei 1000 mL? Begründe vor dem Umschalten.
Erklärung nach dem Ausprobieren öffnen
Das Volumen vervierfacht sich bei unveränderter Stoffmenge. Die Konzentration sinkt auf ein Viertel: 0,100 mol/L. Es wurde kein gelöster Stoff entfernt.
Konzentration berechnen: 0,050 mol in 250 mL Lösung
1. Größen zuordnen: Gegeben sind n = 0,050 mol und V = 250 mL fertige Lösung. Gesucht ist c.
2. Volumen umrechnen: 250 mL entsprechen 0,250 L.
3. Einsetzen:
c = 0,050 mol0,250 L = 0,20 mol·L⁻¹
4. Plausibilität prüfen: 250 mL sind ein Viertelliter. Ein Liter derselben Lösung enthält deshalb die vierfache Stoffmenge, also 0,20 mol. Das stimmt mit dem Ergebnis überein.
Aus Masse, molarer Masse und Lösungsvolumen die Konzentration berechnen
Sind Konzentration und Lösungsvolumen bekannt, erhältst du die Stoffmenge durch Multiplikation: n = c · V. Zum Beispiel enthalten 100 mL einer Lösung mit c = 0,20 mol·L⁻¹ genau 0,020 mol des betrachteten Stoffes.
Wird eine Masse vorgegeben, rechnest du zuerst mit der molaren Masse in Stoffmenge um: n = m geteilt durch M. Erst danach teilst du durch das Volumen der Lösung. Beide Schritte lassen sich auch zusammenfassen:
c = mM · V
Beispiel mit gerundeten Schulwerten: 5,85 g NaCl entsprechen bei M ≈ 58,5 g·mol⁻¹ einer Stoffmenge von 0,100 mol. Wird auf 0,500 L fertige Lösung ergänzt, beträgt die analytische NaCl-Konzentration 0,200 mol·L⁻¹.
In Wasser liegt NaCl weitgehend als Na⁺ und Cl⁻ vor. Bei vollständiger Dissoziation beträgt in diesem Beispiel jede der beiden Ionenkonzentrationen 0,200 mol·L⁻¹. Die Salzkonzentration wird nicht als Summe der Ionenkonzentrationen definiert.
NaCl-Beispiel in zwei Rechenschritten
n = 5,85 g58,5 g/mol = 0,100 mol
c = 0,100 mol0,500 L = 0,200 mol/L
Erst Gramm in Mol umrechnen, dann durch das Volumen der fertigen Lösung teilen. Die verwendete molare Masse ist gerundet.
Verdünnungsformel herleiten: c₁ · V₁ = c₂ · V₂
Beim ideal betrachteten Verdünnen wird nur Lösungsmittel hinzugefügt. Der betrachtete gelöste Stoff reagiert nicht, entweicht nicht und wird nicht entfernt. Seine Stoffmenge bleibt deshalb gleich: n₁ = n₂.
Setzt du auf beiden Seiten n = c · V ein, erhältst du c₁ · V₁ = c₂ · V₂. V₁ ist das Volumen der eingesetzten Ausgangslösung, V₂ das Gesamtvolumen nach der Verdünnung. Die Indizes 1 und 2 bezeichnen zwei Zustände, keine Potenzen.
c2 = c1 · V1V2
Wenn das Volumen bei gleicher Stoffmenge verdoppelt wird, halbiert sich die Konzentration. Eine vierfache Vergrößerung des Endvolumens verringert sie auf ein Viertel. Konzentration und Volumen sind hier umgekehrt proportional.
50 mL auf 200 mL verdünnen: Die Konzentration sinkt auf ein Viertel
Eine Ausgangslösung besitzt c₁ = 0,80 mol·L⁻¹. Von ihr werden V₁ = 50 mL verwendet und auf V₂ = 200 mL Gesamtvolumen verdünnt. Beide Volumina können im Quotienten dieselbe Einheit behalten.
c2 = 0,80 mol·L⁻¹ · 50 mL200 mL = 0,20 mol·L⁻¹
Kontrolle über die Stoffmenge: Vorher sind 0,80 · 0,050 = 0,040 mol enthalten, nachher 0,20 · 0,200 = 0,040 mol. Der Stoff wurde nicht vernichtet, sondern auf mehr Lösungsvolumen verteilt.
„Auf 200 mL verdünnen“ heißt nicht „200 mL Wasser dazugeben“. Für genaues Arbeiten zählt das erreichte Endvolumen. Auch die einfache Differenz zweier Volumina ist nicht in jeder Mischung eine exakte Angabe der zuzunehmenden Lösungsmittelmenge.
mol/L, g/L und Prozent: Konzentrationsangaben unterscheiden
Die Stoffmengenkonzentration in mol·L⁻¹ ist nicht dasselbe wie die Massenkonzentration in g·L⁻¹ oder ein Massenanteil in Prozent. In jeder Aufgabe muss klar sein, welche Größe angegeben und welche gesucht ist.
Das Lösungsvolumen kann sich mit der Temperatur ändern. Deshalb kann sich auch die Stoffmengenkonzentration ändern, obwohl die Stoffmenge gleich bleibt. Für genaue Vergleiche gehören passende Temperaturbedingungen dazu.
Beim Mischen zweier Lösungen, die beide denselben Stoff enthalten, muss man zunächst ihre Stoffmengen addieren. Die einfache Verdünnungsformel mit unverändertem n gilt nicht, wenn zusätzlich weiterer gelöster Stoff hinzukommt oder eine Reaktion stattfindet.
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Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen
1 · Erkennen und zuordnen
1. Was beschreibt c = n/V?
Lösung
Stoffmenge pro Lösungsvolumen
c ist das Verhältnis der betrachteten Stoffmenge zum Volumen der gesamten Lösung.
2. Welche Einheit passt zu c?
Lösung
mol/L
Mol pro Liter ist eine Stoffmengenkonzentration.
3. Welches Volumen gehört in c = n/V?
Lösung
Das Volumen der fertigen Lösung
V bezeichnet die gesamte Lösung, nicht nur das Lösungsmittel.
4. Wie viel Liter sind 200 mL?
Lösung
0,200 L
1000 mL entsprechen einem Liter. Daher durch 1000 teilen.
5. Was bleibt beim idealen Verdünnen ohne Stoffverlust oder Reaktion gleich?
Lösung
Die Stoffmenge des gelösten Stoffes
Es kommt nur Lösungsmittel hinzu; der betrachtete gelöste Stoff bleibt erhalten.
6. Was bedeutet „auf 500 mL verdünnen“?
Lösung
500 mL Endvolumen erreichen
Die Angabe bezieht sich auf die gesamte fertige Lösung.
2 · Anwenden und erklären
1. 0,040 mol befinden sich in 0,200 L Lösung. Wie groß ist c?
Lösung
0,20 mol/L
c = 0,040/0,200 = 0,20 mol/L.
2. Wie viel Stoff enthält eine 0,30-mol/L-Lösung in 100 mL?
Lösung
0,030 mol
100 mL = 0,100 L; n = c·V = 0,30·0,100 = 0,030 mol.
3. Welches Lösungsvolumen gehört zu n = 0,060 mol und c = 0,20 mol/L?
Lösung
0,30 L
V = n/c = 0,060/0,20 = 0,30 L.
4. 20 mL einer 0,50-mol/L-Lösung werden auf 100 mL verdünnt. Neue Konzentration?
Lösung
0,10 mol/L
c₂ = c₁·V₁/V₂ = 0,50·20/100 = 0,10 mol/L.
5. Eine Lösung wird bei gleicher Stoffmenge auf das dreifache Volumen verdünnt. Was geschieht mit c?
Lösung
Sie sinkt auf ein Drittel
c und V sind bei konstantem n umgekehrt proportional.
6. 2,925 g NaCl, M = 58,5 g/mol, ergeben 0,250 L Lösung. Analytische Salzkonzentration?
Lösung
0,20 mol/L
n = 2,925/58,5 = 0,050 mol; c = 0,050/0,250 = 0,20 mol/L.
3 · Prüfen und übertragen
1. 100 mL und 500 mL derselben homogenen Lösung: Welche Aussage stimmt?
Lösung
Die Konzentration ist gleich, die Stoffmenge verschieden
Bei gleicher Konzentration wächst die Stoffmenge proportional zum Probenvolumen.
2. Warum ergibt „Stoff in 250 mL Wasser lösen“ nicht sicher 250 mL Lösung?
Lösung
Das Endvolumen muss gesondert betrachtet werden
Lösungsmittelvolumen und fertiges Lösungsvolumen sind nicht automatisch identisch.
3. 50 mL mit 0,20 mol/L werden mit 50 mL desselben Stoffes mit 0,40 mol/L gemischt. Keine Reaktion, additive Volumina. Endkonzentration?
Lösung
0,30 mol/L
n = 0,20·0,050 + 0,40·0,050 = 0,030 mol; durch 0,100 L teilen.
4. 0,10 mol/L NaCl dissoziiert vollständig. Wie groß ist c(Na⁺)?
Lösung
0,10 mol/L
Jede Formeleinheit liefert ein Na⁺ und ein Cl⁻. Jede Ionensorte hat hier 0,10 mol/L.
5. Wann darf c₁V₁ = c₂V₂ nicht ohne Weiteres verwendet werden?
Lösung
Wenn weiterer gelöster Stoff hinzugefügt wird
Die Verdünnungsformel setzt die Erhaltung der betrachteten Stoffmenge voraus.
6. Warum kann c beim Erwärmen trotz konstantem n sinken?
Lösung
Weil das Lösungsvolumen zunehmen kann
c = n/V: Ein größeres Volumen führt bei unverändertem n zu kleinerem c.
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