Vor dem Äquivalenzpunkt
Zugegebenes violettes MnO₄⁻ wird durch noch vorhandenes Fe²⁺ verbraucht. Nach dem Mischen bleibt kein Permanganatüberschuss; die Eigenfarbe der Probe ist davon zu unterscheiden.
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Wie wird aus einer Elektronenbilanz eine Konzentrationsrechnung? Verfolge die Titration von Eisen(II) mit Permanganat bis zum Endpunkt.
Elektronenbilanz · Endpunkt · Konzentration
Bei einer Redoxtitration reagiert eine Probe unbekannter Konzentration mit einer Maßlösung bekannter Konzentration. Die Reaktion überträgt Elektronen. Aus dem verbrauchten Volumen und der ausgeglichenen Reaktionsgleichung berechnet man die Stoffmenge der Probe.
Unser Beispiel: Fe²⁺ wird mit Permanganat MnO₄⁻ in saurer Lösung titriert. Fe²⁺ gibt Elektronen ab und wird zu Fe³⁺; MnO₄⁻ nimmt Elektronen auf und wird zu Mn²⁺.
1. Ein Fe²⁺ gibt ein Elektron ab.
2. Ein MnO₄⁻ nimmt im sauren Milieu fünf Elektronen auf.
3. Multipliziere deshalb die Eisen-Halbreaktion mit fünf und addiere beide Gleichungen.
Zugegebenes violettes MnO₄⁻ wird durch noch vorhandenes Fe²⁺ verbraucht. Nach dem Mischen bleibt kein Permanganatüberschuss; die Eigenfarbe der Probe ist davon zu unterscheiden.
Genau die passende Stoffmenge wurde zugegeben. Im stöchiometrischen Modell sind Fe²⁺ und MnO₄⁻ gerade vollständig umgesetzt.
Ein sehr kleiner Überschuss MnO₄⁻ erzeugt eine bleibende schwache Rosafärbung. Permanganat dient damit selbst als Indikator.
Eine kräftigere bleibende Färbung zeigt einen größeren Überschuss. Der gemessene Verbrauch und die daraus berechnete Fe²⁺-Konzentration werden zu groß.
Die Reaktion wird unter geeigneten sauren Bedingungen durchgeführt, üblicherweise mit Schwefelsäure. Bei ungeeignetem pH können andere Manganprodukte, etwa MnO₂, entstehen; dann gilt die hier verwendete Bilanz nicht. Die Seite ist ein Rechen- und Erklärmodell, keine eigenständige Versuchsanweisung.
Modellprobe: 20,0 mL mit 0,100 mol/L Fe²⁺. Maßlösung: 0,0200 mol/L MnO₄⁻. Das saure Milieu ist im Überschuss vorhanden.
0,500 mmol
0,000 mmol
Vor dem Äquivalenzpunkt: Fe²⁺ ist noch vorhanden.
Idealisiert vollständiger Umsatz nach dem Mischen. Die Farbskala blendet die Eigenfarben der Eisen-Ionen aus; die reale Sichtbarkeit hängt auch von Verdünnung und Beobachtung ab.
Gegeben: 20,00 mL Probe; c(MnO₄⁻) = 0,0200 mol/L. Bürettenstand am Anfang 1,20 mL, am Ende 19,80 mL.
Im Nenner steht das ursprünglich abgemessene Probenvolumen, nicht das Gesamtvolumen nach Zugabe von Säure und Maßlösung.
Gültig für die oben ausgeglichene Fe²⁺/MnO₄⁻-Reaktion im sauren Milieu. Volumina in mL eingeben.
c(Fe²⁺) = 5 · 0,0200 · 18,60 / 20,00 = 0,0930 mol/L.
Bei der Oxidation von H₂O₂ mit MnO₄⁻ im sauren Milieu gilt 5 : 2 statt 5 : 1. Die ausgeglichene Gleichung legt den Faktor fest.
Sie können zusätzlich Permanganat verbrauchen. Würde man alles Fe²⁺ zuordnen, wäre die berechnete Fe²⁺-Konzentration zu hoch.
Die Maßlösung muss eine zuverlässig bekannte Konzentration besitzen; real wird sie gegebenenfalls eingestellt. Wiederholte, übereinstimmende Titrationen helfen, zufällige Messfehler zu erkennen.
Am idealen Äquivalenzpunkt der Fe²⁺/MnO₄⁻-Titration gilt …
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Einstieg: Den Faktor 5 aus den Halbreaktionen herleiten.
Partnerarbeit: Vorhersagen, was vor, am und nach dem Äquivalenzpunkt übrig bleibt.
Sicherung: Bürettenverbrauch, Stoffmengenverhältnis und Probenvolumen in einer vollständigen Rechnung verknüpfen.

Chemische Grundlage: Redoxgleichungen in wässriger Lösung ausgleichen.
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Vorbereitung: Oxidationszahlen und Elektronenübertragung üben.
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Ergänzende Auswertungsübungen zum Titrationsprinzip; kein spezielles Permanganometrie-Blatt.
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