Welche Bindung schwingt?
Eine O–H-Bindung schwingt anders als eine C=O-Bindung. Bindungsstärke und Atommassen beeinflussen die Schwingungsfrequenz.
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Wie erkennt man funktionelle Gruppen an einem Spektrum? Verbinde Molekülstrukturen mit Schwingungen und übe die Auswertung typischer IR-Banden.
O–H · C=O · Fingerprint
In Molekülen schwingen Atome: Bindungslängen und Bindungswinkel ändern sich. Trifft Infrarotstrahlung (IR) mit passender Energie auf ein Molekül, kann es Strahlung aufnehmen und in einen höheren Schwingungszustand gelangen.
Eine O–H-Bindung schwingt anders als eine C=O-Bindung. Bindungsstärke und Atommassen beeinflussen die Schwingungsfrequenz.
Während der Schwingung muss sich das Dipolmoment des Moleküls ändern. Deshalb ist nicht jede vorhandene Bindung im IR-Spektrum gleich gut sichtbar.
Die Wellenzahl wird in cm⁻¹ angegeben und nimmt hier von links nach rechts ab. Größere Wellenzahl bedeutet höhere Strahlungsenergie.
Bei einem Transmissionsspektrum zeigt eine Bande nach unten: Weniger Licht kommt durch. In einem Absorbanzspektrum zeigt dieselbe Absorption nach oben.
3 · Gruppen zuordnen: Suche auffällige breite oder starke Banden. Kombiniere mehrere Hinweise, statt aus einer einzigen Bande sofort einen Stoffnamen abzuleiten.
c₀ ist die Lichtgeschwindigkeit. Für die Rechnung müssen Wellenzahl und Längeneinheit zusammenpassen. Praktisch: λ in µm = 10 000 / (ṽ in cm⁻¹).
Häufig breit durch Wasserstoffbrücken. Freie, nicht wasserstoffverbrückte OH-Gruppen können schmaler und bei höherer Wellenzahl erscheinen.
Sehr breit; meist zusammen mit einer starken Carbonylbande. Die breite OH-Bande kann den C–H-Bereich überlagern.
Meist stark. Die genaue Lage hängt unter anderem von Stoffklasse und Konjugation ab. Aldehyde, Ketone, Ester und Säuren besitzen C=O.
C–H gesättigter Gruppen: etwa 2850–3000 cm⁻¹. Unter etwa 1500 cm⁻¹ liegt der komplexe Fingerprintbereich, der beim Vergleich mit Referenzspektren hilft.
Wähle einen Stoff und suche zuerst O–H, dann C=O. Die Zeichnungen zeigen bewusst vereinfachte Lehrmodelle, keine gemessenen Referenzspektren.
Breite O–H-Bande um 3350 cm⁻¹, dazu C–H und C–O. Keine C=O-Bande: passend zu einem Alkohol.
Nur ausgewählte Banden sind modelliert. Feinheiten und ein vollständiger Fingerprint fehlen; die Modelle dienen nicht zur Identifizierung realer Proben.
Eine unbekannte Probe zeigt eine starke Bande um 1715 cm⁻¹, aber keine breite O–H-Bande.
1. Eine Carbonylgruppe ist plausibel.
2. Ein einfacher Alkohol passt weniger gut: Seine typische OH-Bande fehlt.
3. „Das ist Propanon“ wäre zu schnell. Auch andere Carbonylverbindungen kommen infrage. Summenformel, weitere Banden und Referenzspektren helfen bei der Eingrenzung.
Eine starke Bande bei etwa 1715 cm⁻¹ ist zunächst ein Hinweis auf …
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Einstieg: OH und C=O in den Strukturen markieren.
Partnerarbeit: Eine Person wählt ein Spektrum, die andere begründet die Zuordnung anhand zweier Merkmale.
Sicherung: Beobachtung, Gruppenzuordnung und Stoffidentität sprachlich trennen. Anschließend echte Spektren im Arbeitsblatt auswerten.

Direkt zum Thema: IR-Spektren lesen und funktionelle Gruppen zuordnen.
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Vertiefung: Spektreninformationen zur Strukturaufklärung kombinieren.
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Material ansehen und herunterladenFachlich weiterführend: OpenStax · IR-Spektren funktioneller Gruppen