1 · Kann ein Elektron mit 4,0 eV den hier betrachteten 4,9-eV-Übergang anregen?
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Nein, dafür fehlt Energie.
Physik verstehen und üben · Atomphysik
Physik · Sekundarstufe I und II
Warum verlieren schnelle Elektronen beim Stoß mit Atomen ganz bestimmte Energiebeträge? Verstehe den Aufbau, die Stromminima und den Nachweis diskreter Anregungsenergien.
Aus dem Abstand benachbarter Stromminima erhältst du eine Anregungsenergie des verwendeten Gases.
Im Franck-Hertz-Versuch treffen beschleunigte Elektronen auf Gasatome. Dabei können sie einen Teil ihrer Bewegungsenergie auf die innere Energie eines Atoms übertragen. Diese Anregung benötigt einen bestimmten Energiebetrag.
Wir betrachten Quecksilberdampf und den im Schulversuch dominierenden Anregungsprozess mit ungefähr 4,9 eV. Das ist keine Aussage, dass Quecksilber nur zwei Energieniveaus hätte. Weitere Zustände und unterschiedliche Stoßwahrscheinlichkeiten gehören zur genaueren Beschreibung.
Ein Elektron mit weniger als der benötigten Energie kann diesen Übergang nicht auslösen. Hat es mehr Energie, muss es nicht alles abgeben: Nach diesem Anregungsstoß behält es näherungsweise die überschüssige kinetische Energie.
Der Auffängerstrom zählt gewissermaßen, wie viele Elektronen pro Zeit den Auffänger erreichen. Nur Elektronen mit ausreichender Bewegungsenergie in Flugrichtung überwinden das Gegenfeld.
Die Heizspannung setzt Elektronen frei, die Beschleunigungsspannung erhöht ihre Energie, und die Gegenspannung dient als Energiefilter. Diese drei Aufgaben darfst du nicht verwechseln.
Ekin,vor = Ekin,nach + ΔE
Ekin,nach ≈ Ekin,vor − 4,9 eV
Die zweite Zeile gilt nur, wenn der betrachtete Anregungsstoß tatsächlich stattgefunden hat. Der sehr kleine Rückstoßenergieanteil des schweren Atoms wird vernachlässigt. Bei elastischen Stößen kann sich die Flugrichtung ändern; wegen des großen Massenunterschieds verliert das Elektron dabei nur wenig Energie.
1 eV ist die Energie, die ein Elektron beim Durchlaufen von 1 V Beschleunigungsspannung gewinnt: 1 eV ≈ 1,602 · 10−19 J. Elektronenvolt ist eine Energieeinheit, Volt eine Spannungseinheit.
Stelle die Energie ein und zeige anschließend einen möglichen Anregungsstoß. Unter 4,9 eV ist dieser Vorgang energetisch ausgeschlossen. Oberhalb der Schwelle wählt die Darstellung gezielt diesen Prozess aus; sie behauptet nicht, dass jedes Elektron bei jedem Kontakt so viel Energie abgibt.
Vergleiche 4,0 eV, 5,0 eV und 7,0 eV. Sage zuerst voraus, ob der Übergang möglich ist und wie viel Energie übrig bleibt. Nach einem ausgewählten Stoß bleiben bei 5,0 eV noch 0,1 eV und bei 7,0 eV noch 2,1 eV. Das Atom erhält jeweils dieselben 4,9 eV.
Zunächst erreichen mit wachsender Beschleunigungsspannung mehr Elektronen den Auffänger. Wenn viele Elektronen kurz vor dem Gitter einen Anregungsstoß ausführen, reicht ihre verbleibende Energie häufig nicht mehr für das Gegenfeld. Der Auffängerstrom fällt ab.
Bei höherer Spannung kann derselbe Energieverlust früher auf dem Weg auftreten. Danach gewinnen die Elektronen bis zum Gitter wieder Energie und können den Auffänger erreichen. Bei noch höherer Spannung werden mehrere Anregungsstöße entlang des Weges möglich; weitere Stromminima entstehen.
Der gemessene Strom wird nicht null: Die Elektronen haben unterschiedliche Wege, Startenergien und Stoßgeschichten. Das Schaubild eines einzelnen Stoßes ersetzt deshalb keine vollständige Kennlinie.
Eine illustrative Messreihe liefert diese Positionen der Minima. Die Zahlen dienen als Rechenbeispiel:
| Minimum | 1 | 2 | 3 | 4 |
|---|---|---|---|---|
| UB in V | 6,2 | 11,1 | 16,0 | 20,9 |
ΔU = 20,9 V − 6,2 V3 = 4,9 V
ΔE = e · ΔU = 4,9 eV ≈ 7,85 · 10−19 J
Zwischen vier Minima liegen drei Abstände. Der Abstand ist aussagekräftiger als die Position des ersten Minimums, weil beispielsweise Kontaktpotenziale die Kennlinie verschieben können.
Bei direkter Abregung des zugehörigen Zustands wird ungefähr diese Energie als Photon abgegeben:
λ = hcΔE ≈ 1240 eV·nm4,9 eV ≈ 253 nm
Mit genaueren Energiewerten liegt die bekannte Linie bei etwa 254 nm im Ultraviolett. Sie ist nicht als sichtbarer Leuchtstreifen zu sehen. Sichtbare Emission anderer Füllungen oder Übergänge muss gesondert erklärt werden.
Anregung mit Ionisation verwechseln: Bei Anregung bleibt das Atom neutral; Ionisation entfernt ein gebundenes Elektron.
Jede Elektronenenergie für einen möglichen Atomzustand halten: Das freie Elektron kann Überschussenergie behalten, während der Atomübergang einen festen Betrag benötigt.
Den ersten Spannungswert direkt verwenden: Bestimme möglichst mehrere Abstände.
Starre Elektronenbahnen als bewiesen ansehen: Der Versuch belegt diskrete Anregungsenergien, keine beobachteten Kreisbahnen.
Erst vorhersagen oder selbst rechnen, dann die Lösung öffnen.
Nein, dafür fehlt Energie.
6,5 eV − 4,9 eV = 1,6 eV.
Sie hält Elektronen mit zu geringer Energie in Richtung Auffänger zurück.
Der Abstand ist 4,9 V; die Anregungsenergie beträgt 4,9 eV.
Nein, diese Wellenlänge liegt im Ultraviolett.
Zwischen jedem benachbarten Paar liegt ein Abstand: insgesamt drei.

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