1 · Mit welcher Frequenz schwingt das lineare System nach dem Einschwingen?
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Mit der Anregungsfrequenz.
Physik verstehen und üben · Schwingungen
Physik · Sekundarstufe I und II
Was passiert, wenn man ein schwingungsfähiges System regelmäßig antreibt? Untersuche die eingeschwungene Amplitude bei verschiedenen Anregungsfrequenzen und Dämpfungen.
Bei geringer Dämpfung kann eine periodische Kraft besonders große Ausschläge erzeugen. Die Dämpfung begrenzt die Resonanzüberhöhung.
Eine Schaukel wird wiederholt angeschubst, ein Lautsprecher wird elektrisch angetrieben: Eine äußere periodische Anregung kann eine Schwingung aufrechterhalten. Die Anregungsfrequenz gibt dabei den Takt vor.
Nach dem Einschalten überlagern sich zunächst eine abklingende freie Bewegung und die erzwungene Bewegung. Bei vorhandener Dämpfung bleibt nach ausreichend langer Zeit der eingeschwungene Zustand übrig. Genau diesen betrachtet die Resonanzkurve unten.
Die Bewegung schwingt dann mit der Anregungsfrequenz, nicht unabhängig davon mit der freien Eigenfrequenz. Die Eigenfrequenz beeinflusst jedoch, wie stark das System auf die Anregung reagiert.
m · x″ + b · x′ + D · x = F₀ · cos(Ωt)
F₀ ist die feste Kraftamplitude und Ω die Anregungskreisfrequenz. m, b und D beschreiben Masse, lineare Dämpfung und Feder. Die Anregung wirkt als vorgegebene Kraft; eine vorgeschriebene Bewegung der Aufhängung wäre ein anderes Modell.
ω₀ = √(Dm); ζ = b2mω₀; q = Ωω₀
ζ ist das dimensionslose Dämpfungsmaß, q das Frequenzverhältnis. Da sich der Faktor 2π kürzt, ist q auch gleich dem Verhältnis der gewöhnlichen Frequenzen fAnregung zu f₀.
Astat = F₀D
Astat ist die statische Auslenkung unter der konstanten Kraft F₀. Sie dient als Vergleichsmaßstab.
Verändere das Frequenzverhältnis q und die Dämpfung ζ. Der orange Punkt markiert die gewählte Anregung. Die blaue Linie zeigt für dieselbe Dämpfung alle eingeschwungenen Amplituden.
Setze q = 1. Vergleiche ζ = 0,10 und ζ = 0,50: Die relative Amplitude sinkt von 5 auf 1. Bewege danach q leicht nach links. Das Maximum der Auslenkungsamplitude liegt bei positiver Dämpfung etwas unter q = 1; bei großer Dämpfung verschwindet die Überhöhung ganz.
AAstat = 1√((1 − q²)² + (2ζq)²)
Bei kleiner Anregungsfrequenz folgt die Bewegung der Kraft nahezu statisch. Nahe der Eigenfrequenz kann die Amplitude deutlich anwachsen. Bei sehr hoher Frequenz ist die Auslenkung klein, weil die Masse der schnellen Kraftänderung kaum folgt.
Bei q = 1: AAstat = 12ζ
Diese Formel gilt für ζ > 0. Der Regler enthält bewusst keine Dämpfung null: Bei exakt resonanter Anregung hätte der ungedämpfte ideale Oszillator keinen endlichen eingeschwungenen Amplitudenwert.
qres = √(1 − 2ζ²) für ζ < 1√2
Für kleine Dämpfung liegt das Maximum nahe q = 1. Es liegt aber nicht exakt dort. Ab ζ ≥ 1/√2 gibt es bei diesem kraftangeregten Modell keine Amplitudenüberhöhung gegenüber dem statischen Wert mehr.
Die Frequenz des maximalen Auslenkungsausschlags ist außerdem nicht dieselbe Größe wie die gedämpfte freie Eigenfrequenz. Auch das Maximum der mittleren aufgenommenen Leistung muss davon unterschieden werden. Hier untersuchen wir ausdrücklich die Auslenkungsamplitude.
Gegeben: m = 1,0 kg, D = 100 N·m−1, b = 4,0 kg·s−1 und F₀ = 1,0 N.
ω₀ = 10 rad·s−1; ζ = 42 · 1 · 10 = 0,20
Astat = 1 N100 N·m−1 = 0,010 m = 1,0 cm
Bei Ω = ω₀, also q = 1, ergibt sich A/Astat = 1/(2·0,20) = 2,50. Die Amplitude beträgt 2,50 cm.
Das tatsächliche Amplitudenmaximum liegt bei qres = √0,92 ≈ 0,959. Dort beträgt die relative Amplitude etwa 2,552 und damit der Ausschlag etwa 2,55 cm. Der Unterschied ist klein, aber messbar.
Im eingeschwungenen Zustand führt die Anregung über eine ganze Periode im Mittel genau so viel Energie zu, wie die Dämpfung abführt. Die Auslenkung kann dabei gegenüber der Kraft zeitlich verschoben sein.
Bei Anregung mit Ω = ω₀ liegt die Auslenkung im linearen Modell um ein Viertel der Periode hinter der Kraft. Die Geschwindigkeit ist dann mit der Kraft in Phase. Die Energiezufuhr hängt also auch vom passenden zeitlichen Zusammenspiel ab.
Große Ausschläge können in realen Systemen durch Materialgrenzen, nichtlineare Kräfte oder veränderte Dämpfung begrenzt werden. Eine im Modell hohe Resonanzkurve ist keine vollständige Vorhersage von Schäden.
Eigenfrequenz und Anregungsfrequenz gleichsetzen: Sie sind getrennte Größen.
Die Kurve als Einschaltverlauf lesen: Jeder Punkt gehört zu einem eigenen eingeschwungenen Versuch.
Resonanz immer exakt bei q = 1 annehmen: Das Auslenkungsmaximum ist bei Dämpfung verschoben.
Energiezufuhr bedeutet unbegrenztes Wachstum: Bei Dämpfung stellt sich ein Energiegleichgewicht ein.
Erst vorhersagen oder selbst rechnen, dann die Lösung öffnen.
Mit der Anregungsfrequenz.
2.
6 cm.
Eine konstante Kraft und die zugehörige statische Auslenkung; keine periodische Schwingung.
Kleiner.
Nicht im idealen linearen Modell mit nichtverschwindender Anregung. Die Amplitude wächst dort mit der Zeit.

Grundlagen zu Pendel, Dämpfung und Resonanz für Klasse 8–10; die weiterführenden Modellgleichungen übst du direkt auf dieser Seite.
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Als Übertragung auf Wellen: Knoten, Bäuche und Eigenschwingungen. Kein zusätzliches Arbeitsblatt zur hier gezeichneten Resonanzkurve.
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