Geschichte · Zweiter Weltkrieg · Klasse 8–9

Angriff auf die Sowjetunion 1941

Am 22. Juni 1941 griff das nationalsozialistische Deutschland mit Verbündeten die Sowjetunion an. Die Führung plante nicht nur militärische Eroberungen, sondern einen rassistisch begründeten Vernichtungskrieg. Hier erfährst du, was diesen Krieg kennzeichnete, wer an den Verbrechen beteiligt war und warum der erwartete schnelle Sieg ausblieb.

Erfundene Szene: Erwachsene packen 1941 in einem sowjetischen Dorf einen Pferdewagen mit Haushaltsgegenständen
Eine mögliche Situation bei der Vorbereitung einer Flucht. Dorf, Personen und mitgeführtes Familienfoto sind erfunden. KI-generierte Veranschaulichung, keine historische Bildquelle.

Das kannst du danach: Du erklärst den Zusammenhang zwischen NS-Ideologie, Kriegsplanung und Verbrechen, ordnest den Verlauf bis Ende 1941 ein und widerlegst vereinfachende Erklärungen mit Belegen.

Ein neuer Angriff und ein gebrochener Vertrag

Der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag von 1939 hatte die beiden Diktaturen zeitweilig miteinander verbunden. Er beseitigte Hitlers Eroberungsziele im Osten jedoch nicht. Unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ bereitete die deutsche Führung den Angriff vor. Am 22. Juni 1941 überfielen deutsche Truppen und Verbündete die Sowjetunion. Damit brach Deutschland den Nichtangriffsvertrag.

Die Sowjetunion war ein Vielvölkerstaat. Zum Kriegsschauplatz gehörten unter anderem Gebiete der heutigen Ukraine, von Belarus und Russland sowie das Baltikum. „Sowjetisch“ ist deshalb nicht einfach gleichbedeutend mit „russisch“. Staatsgrenzen und Ortsnamen von damals dürfen außerdem nicht unbesehen mit heutigen Karten gleichgesetzt werden.

Leitfrage: Warum reicht es nicht, den Angriff nur als einen weiteren Feldzug zu beschreiben? Zur Antwort gehören die geplante Eroberung, die rassistischen Ziele der NS-Führung und die absichtlich herbeigeführte Gewalt gegen Menschen jenseits unmittelbarer Kampfhandlungen.

Die Verantwortung benennen: Der Überfall war ein deutscher Angriffskrieg. Die Behauptung, Deutschland habe lediglich einem unmittelbar bevorstehenden sowjetischen Angriff zuvorkommen müssen, ist keine tragfähige Erklärung für Hitlers langfristige Eroberungs- und Vernichtungsziele.

Zum Nachlesen: USHMM: Invasion of the Soviet Union, June 1941 · DHM / LeMO: Überfall auf die Sowjetunion.

Was die NS-Führung erreichen wollte

Die Nationalsozialisten behaupteten, Deutschland brauche „Lebensraum“ im Osten. Hinter diesem Begriff stand ein rassistisches Herrschaftsprogramm: Gebiete sollten erobert, ihre Ressourcen ausgebeutet und große Teile der Bevölkerung verdrängt, versklavt oder ermordet werden. Der Ausdruck bezeichnete keine sachliche Notwendigkeit, sondern eine ideologische Rechtfertigung für Gewalt.

Antikommunismus verband sich mit radikalem Antisemitismus. Die NS-Propaganda konstruierte ein falsches Feindbild, das Jüdinnen und Juden mit der sowjetischen Herrschaft gleichsetzte. Dieses Feindbild sollte Verfolgung und Mord legitimieren. Jüdische Menschen bildeten selbstverständlich keine gemeinsame politische Macht, wie die Propaganda behauptete.

Auch Getreide, Rohstoffe und Arbeitskräfte spielten in den deutschen Planungen eine Rolle. Die Versorgung der eigenen Truppen und des Deutschen Reiches sollte auf Kosten der besetzten Bevölkerung gesichert werden. Dass dadurch sehr viele Menschen verhungern würden, wurde in den Planungen bewusst in Kauf genommen beziehungsweise angestrebt.

Eroberung und Vernichtung waren verbunden

Gebiete beherrschen

Die deutsche Führung wollte den sowjetischen Staat militärisch zerschlagen und große Räume kontrollieren.

Zusammenhang erklären

Eroberung schuf den Zugriff auf Städte, Dörfer, Verkehrswege und Menschen. Militärischer Vormarsch und spätere Herrschaft lassen sich daher nicht getrennt betrachten.

Menschen entrechten

Rassistische Vorstellungen bestimmten, wer ausgebeutet, vertrieben oder ermordet werden sollte.

Zusammenhang erklären

Die Gewalt war nicht nur eine ungeplante Begleiterscheinung von Kämpfen. Ziele und Befehle richteten sich bereits vor und während des Angriffs gegen geschützte Menschen und ganze Bevölkerungsgruppen.

Das vereinfachte Modell zeigt einen Zusammenhang zwischen Zielen und Handlungen. Es behauptet nicht, dass jeder Plan überall vollständig umgesetzt wurde.

Für eine historische Erklärung muss man beides unterscheiden: Ein Plan belegt eine Absicht; seine tatsächliche Umsetzung muss mit weiteren Quellen untersucht werden. Zugleich macht eine nur teilweise Umsetzung einen verbrecherischen Plan nicht harmlos.

Zum Nachlesen: DHM / LeMO: Die NS-Vorstellung vom „Lebensraum“ · USHMM: Invasion of the Soviet Union, June 1941.

Vom Vormarsch bis zur Krise vor Moskau

Im Sommer 1941 erzielte die Wehrmacht große Geländegewinne. Sowjetische Verbände wurden eingeschlossen, viele Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Die deutschen Angriffe richteten sich unter anderem gegen Leningrad, den Raum Moskau und die Ukraine. Diese frühen Erfolge verstärkten die Erwartung, die Sowjetunion in einem kurzen Feldzug besiegen zu können.

Der sowjetische Staat und seine Streitkräfte brachen jedoch nicht zusammen. Die Rote Armee leistete trotz schwerster Verluste weiter Widerstand. Industrie wurde nach Osten verlagert, neue Truppen wurden mobilisiert und die Kriegsanstrengung fortgesetzt. Die deutsche Führung hatte die Fähigkeit der Sowjetunion, weiterzukämpfen, stark unterschätzt.

Im Herbst stockte der Vormarsch zunehmend. Der Angriff auf Moskau scheiterte, und im Dezember ging die Rote Armee zur Gegenoffensive über. Ende 1941 war das deutsche Ziel eines schnellen Sieges verfehlt. Damit war der gesamte Krieg noch nicht beendet oder bereits vollständig entschieden.

Vor Juni 1941

Vorbereitung des Angriffs und verbrecherischer Befehle; Planung von Eroberung und Ausbeutung.

22. Juni 1941

Beginn des deutschen Überfalls mit Verbündeten; Bruch des Nichtangriffsvertrags.

Sommer 1941

Große deutsche Geländegewinne, schwere sowjetische Verluste und Ausweitung der Gewalt gegen die Bevölkerung.

Herbst 1941

Vormarsch auf Moskau; lange Versorgungswege und wachsende Widerstandskraft der Roten Armee erschweren die deutsche Kriegführung.

Dezember 1941

Sowjetische Gegenoffensive vor Moskau. Die Erwartung eines kurzen siegreichen Feldzugs ist gescheitert.

Zum Nachlesen: DHM / LeMO: Überfall auf die Sowjetunion · DHM / LeMO: Angriff auf Moskau.

Warum Historiker von Vernichtungskrieg sprechen

„Vernichtungskrieg“ bedeutet hier mehr als besonders heftige Kämpfe. Der Begriff beschreibt einen Krieg, in dem die Führung die politische und rassistische Verfolgung bis hin zum Massenmord zum Ziel machte. Gewalt richtete sich gezielt auch gegen Menschen, die keine unmittelbaren Gegner im Gefecht waren.

Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes folgten den vorrückenden deutschen Truppen. Sie und weitere Täterverbände ermordeten jüdische Menschen, sowjetische Funktionäre und andere Verfolgte. Zu den Tätern und Unterstützern gehörten auch Polizeiverbände, Angehörige der Waffen-SS, Wehrmachtseinheiten und örtliche Helfer. Die Verbrechen lassen sich nicht allein einer kleinen, vom übrigen Krieg getrennten Gruppe zuschreiben.

Die Massenerschießungen im Osten waren ein wesentlicher Teil des Holocaust. Der Mord an Jüdinnen und Juden begann dort nicht erst mit späteren Deportationen in Vernichtungslager. Ein bekannter Tatort ist Babyn Jar bei Kyjiw, wo deutsche Täter Ende September 1941 zehntausende jüdische Menschen ermordeten.

Das Benennen von Tätern und Institutionen ist wichtig, darf aber nicht die Opfer aus dem Blick verdrängen. Hinter jeder Zahl stehen Menschen mit Familien, Berufen, Beziehungen und einer Geschichte vor der Verfolgung.

Weder verharmlosen noch pauschalisieren: Die Wehrmacht war als Institution in den verbrecherischen Krieg eingebunden. Welche konkrete Verantwortung ein einzelner Mensch trug, muss anhand seiner Handlungen und der verfügbaren Belege untersucht werden.

Zum Nachlesen: DHM / LeMO: Einsatzgruppen.

Kriegsgefangene, Hunger und Verantwortung

Sowjetische Kriegsgefangene wurden unter deutscher Verantwortung systematisch misshandelt und unzureichend versorgt. Viele mussten in Lagern ohne ausreichende Unterkunft ausharren. Hunger, Kälte, Krankheiten und Erschießungen führten zu massenhaftem Tod. Es ging nicht lediglich um eine zufällige Versorgungspanne.

Die Wehrmacht war für Gefangennahme, Bewachung und große Teile des Lagersystems verantwortlich. Verbrecherische Befehle wie der „Kommissarbefehl“ sahen die Ermordung gefangener politischer Funktionsträger der Roten Armee vor. Die Vorstellung einer ausschließlich „sauberen“ Wehrmacht, die nur an der Front gekämpft habe, hält diesen Befunden nicht stand.

Über den gesamten Krieg hinweg starben nach den vom Deutschen Historischen Museum genannten Größenordnungen etwa 3,3 Millionen der rund 5,7 Millionen sowjetischen Soldaten in deutscher Gefangenschaft. Diese Zahlen beziehen sich auf den gesamten Krieg, nicht allein auf 1941. Bereits die erste Phase war von einem besonders großen Massensterben geprägt.

Auch gegenüber der Zivilbevölkerung wurde Hunger als Mittel der Kriegführung eingesetzt. Die Blockade Leningrads steht beispielhaft für die Verbindung von militärischer Einschließung und bewusst herbeigeführtem Leid der Bevölkerung. Fragen nach Versorgung sind deshalb zweifach zu stellen: Welche Schwierigkeiten bestanden tatsächlich, und welche Entscheidungen verschärften oder beabsichtigten das Sterben?

Schwierige Bedingungen erklären nicht automatisch jede Folge. Wer Verantwortung untersucht, fragt nach Befehlen, Zuständigkeiten, Prioritäten und Handlungsmöglichkeiten. Eine neutrale Formulierung wie „Es kam zu Hunger“ kann verdecken, dass Menschen Entscheidungen über Nahrung und Schutz trafen.

Zum Nachlesen: DHM / LeMO: Kriegsgefangenschaft und Größenordnungen · DHM / LeMO: Belagerung Leningrads.

Warum der schnelle Sieg ausblieb

Symbolische Szene mit Lastwagen, Pferdewagen und Menschen auf einer schlammigen Straße
Lange Wege und schwierige Straßen konnten Versorgung behindern. Die erfundene Illustration bildet keinen bestimmten Transport ab. KI-generierte Veranschaulichung, keine historische Bildquelle.

Die große Entfernung zwischen Front und Versorgung machte den deutschen Vormarsch immer aufwendiger. Treibstoff, Munition, Lebensmittel und Ersatzteile mussten transportiert werden. Beschädigte Verkehrswege, verschlissene Fahrzeuge und der wachsende Bedarf erschwerten dies. Ein Geländegewinn bedeutete deshalb nicht nur mehr Kontrolle, sondern auch längere Wege und zusätzliche Aufgaben.

Schlamm und Winterkälte verschärften die Lage. Doch der Satz „Nur der Winter besiegte die Deutschen“ ist falsch. Er blendet den sowjetischen Widerstand, die Mobilisierung weiterer Kräfte und die Schwächen der deutschen Planung aus. Die Verteidigung Moskaus und die Gegenoffensive waren Handlungen von Menschen und Armeen, kein Wetterereignis.

Eine gute Erklärung verbindet daher mehrere Faktoren: unterschätzte Gegenwehr, weiterhin vorhandene sowjetische Reserven, überdehnte Versorgung und ungünstige Witterung. Ihre Bedeutung lässt sich nicht ohne Weiteres in feste Prozentwerte zerlegen. Wir können Zusammenhänge begründen, ohne eine scheinbar genaue Zahl zu erfinden.

Ein einfaches Versorgungsmodell

Stell dir rein rechnerisch vor, ein Fahrzeug braucht für eine Hin- und Rückfahrt zunächst einen Tag, später zwei Tage. Bei gleicher Ladung und ohne zusätzliche Fahrzeuge kann es in derselben Zeit weniger Fahrten schaffen. Das veranschaulicht, warum Entfernung die Versorgung belastet. Es ist keine historische Statistik: Tatsächliche Transporte hingen zusätzlich von Straßen, Bahnverbindungen, Treibstoff, Ausfällen und vielen weiteren Bedingungen ab.

Zum Nachlesen: DHM / LeMO: Überfall auf die Sowjetunion · DHM / LeMO: Angriff auf Moskau.

Belege auswerten und Erklärungen prüfen

Erfundene heutige Archivszene: Zwei Personen betrachten ein Familienfoto und Schriftstücke
Symbolbild für die Beschäftigung mit einzelnen Lebensgeschichten. Auch das gezeigte Foto und die Briefe sind erfunden und keine Quellen zu tatsächlichen Opfern. KI-generierte Veranschaulichung, keine historische Bildquelle.

Aufgabe 1 – Eine Erklärung berichtigen: Die folgende Aussage wurde für die Übung erfunden: „Der Angriff war ein gewöhnlicher Feldzug; die Verbrechen geschahen unabhängig davon.“ Begründe mit drei unterschiedlichen Aspekten aus dem Text, warum diese Trennung nicht trägt. Nenne Ziele, Handlungen und beteiligte Institutionen.

Musterlösung zu Aufgabe 1

Die NS-Führung plante rassistische Eroberung und Ausbeutung. Gegen Zivilisten und Gefangene gerichtete Gewalt gehörte deshalb zum vorgesehenen Vorgehen. Massenerschießungen, Hungerpolitik und verbrecherische Befehle zeigen die Umsetzung. Zudem waren Militär, SS und Polizei auf unterschiedliche Weise beteiligt und arbeiteten zusammen. Die Behauptung trennt somit Vorgänge, deren Zusammenhang für das Verständnis des Kriegs zentral ist.

Aufgabe 2 – Zahlen sorgfältig verwenden: Eine selbst erfundene Zusammenfassung behauptet: „1941 starben 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene in deutschen Lagern.“ Vergleiche den Satz mit der Zeitangabe im Artikel. Verbessere ihn. Erkläre außerdem, warum eine Größenordnung das Lesen von Lebensgeschichten nicht ersetzen kann.

Musterlösung zu Aufgabe 2

Die Zahl von etwa 3,3 Millionen bezieht sich auf den gesamten Krieg, nicht allein auf 1941. Eine richtige Formulierung muss diesen Zeitraum nennen. Zahlen machen das Ausmaß sichtbar; sie erklären aber nicht, wer eine bestimmte Person war, wie sie in Gefangenschaft geriet und was sich an einem bestimmten Ort ereignete. Einzelbiografien ergänzen das Gesamtbild, ohne für alle Betroffenen stehen zu können.

Aufgabe 3 – Ursachen gewichten: Erkläre in fünf Sätzen, warum die deutsche Führung Ende 1941 ihr Ziel eines schnellen Sieges verfehlt hatte. Verwende mindestens drei Faktoren und verknüpfe sie mit „weil“, „zugleich“ oder „dadurch“. Eine bloße Aufzählung reicht nicht.

Musterlösung zu Aufgabe 3

Die deutsche Planung setzte auf einen schnellen Zusammenbruch der Sowjetunion, unterschätzte aber deren Fähigkeit zum Weiterkämpfen. Die Rote Armee leistete Widerstand und erhielt neue Kräfte. Zugleich verlängerte der Vormarsch die Versorgungswege, wodurch der Nachschub schwieriger wurde. Schlamm und Kälte verschärften diese Probleme. Vor Moskau konnte die sowjetische Seite schließlich zur Gegenoffensive übergehen; das Scheitern lässt sich deshalb nicht nur mit dem Winter erklären.

Aufgabe 4 – Ein Dokument einordnen: Du findest in einem Archiv einen militärischen Befehl. Welche Fragen musst du stellen, bevor du damit eine Aussage über tatsächliche Handlungen begründest? Notiere vier Fragen und nenne eine zusätzliche Quellenart, die du heranziehen würdest.

Musterlösung zu Aufgabe 4

Ich frage nach Verfasser, Datum, Empfängern und dem genauen Auftrag. Außerdem muss ich klären, ob der Befehl übermittelt und umgesetzt wurde und welche Handlungsspielräume bestanden. Für die Umsetzung wären etwa Tätigkeitsberichte, Gerichtsunterlagen oder überprüfbare Zeugnisse Betroffener hilfreich. Ein Befehl kann bereits eine verbrecherische Absicht belegen. Er beweist allein aber nicht jedes einzelne Geschehen an jedem Ort.

Merksatz: Der Angriff auf die Sowjetunion war von Beginn an mit rassistischer Eroberung und systematischer Gewalt verbunden. Militärische Operationen, Besatzung und Massenverbrechen müssen in ihrem Zusammenhang erklärt werden.

Teste dein Wissen

Wähle pro Frage eine Antwort. Nach dem Prüfen erhältst du zu jeder Frage eine Erklärung.

1. Welche Aussage zum 22. Juni 1941 ist richtig?
Lösung und Begründung

Der deutsche Überfall brach den Nichtangriffsvertrag. Die deutsche Führung verfolgte dabei seit Langem bestehende Eroberungsziele.

2. Was kennzeichnet den Vernichtungskrieg?
Lösung und Begründung

Entscheidend sind die Ziele und die systematische Gewalt gegen Bevölkerungsgruppen und Gefangene, nicht nur Stärke oder Dauer von Kämpfen.

3. Welche Aussage über die Wehrmacht trifft zu?
Lösung und Begründung

Befehle, Gefangenenbehandlung und Beteiligung an Gewalt widerlegen die Vorstellung einer grundsätzlich unbeteiligten Wehrmacht. Individuelle Verantwortung muss konkret geprüft werden.

4. Warum ist die Erklärung „Nur der Winter stoppte den Angriff“ unzureichend?
Lösung und Begründung

Wetter war ein Faktor unter mehreren. Die sowjetische Seite verteidigte sich, mobilisierte Kräfte und ging vor Moskau zum Gegenangriff über.

5. Was muss bei einer Opferzahl immer geprüft werden?
Lösung und Begründung

Eine Zahl benötigt einen klaren Bezug. Sonst können unterschiedliche Zeiträume oder Gruppen miteinander verwechselt werden.

Begriffe anwenden

Begriffe sicher zuordnen

Ordne jeder Beschreibung den passenden Begriff zu.

Lösung ansehen

Logistik: Versorgung verbindet die Front mit den Mitteln, die für weitere Einsätze benötigt werden.

Lösung ansehen

Einsatzgruppen: Ihre Verbrechen standen im Zusammenhang mit dem deutschen Eroberungs- und Vernichtungskrieg.

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Vernichtungskrieg: Der Begriff verweist auf verbrecherische Ziele und Vorgehensweisen über unmittelbare Kämpfe hinaus.

Lösung ansehen

Gegenoffensive: Die Rote Armee ging im Dezember 1941 vor Moskau zu einem solchen Angriff über.

Kostenloses Arbeitsblatt

Das passende kostenlose Arbeitsblatt enthält Aufgaben und Lösungen. Die Klassenstufe ist eine Orientierung und kann je nach Lehrplan abweichen.

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Angriff auf die Sowjetunion 1941

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Diese Lernseite verbindet historisches Einordnen, Quellenkritik und begründetes Urteilen. Die drei Illustrationen wurden mit KI erstellt. Sie zeigen mögliche Situationen, keine dokumentierten Einzelereignisse. Vereinfachte Schaubilder und ausdrücklich erfundene Übungstexte sind didaktische Modelle.

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