Beschreibung

Navigium ist eine digitale Lernplattform für den Sprachunterricht mit Schwerpunkt auf Latein, inzwischen aber auch für moderne Fremdsprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch sowie Altgriechisch verfügbar. Die Plattform kombiniert Vokabeltraining, Grammatikübungen und digitale Textarbeit in einem System und richtet sich speziell an den schulischen Einsatz. Lehrkräfte können damit Unterricht vorbereiten, Aufgaben erstellen und Lernstände auswerten, während Schüler*innen selbstständig und strukturiert üben.

Navigium im Test – Funktionen, Preise & Erfahrungen für Lehrkräfte

  • Navigium | Philipp Niederau
Produkt Form
  Preise

Test-Schullizenz (Navigium PLUS): 6 Monate kostenlos für die ganze Schule (Lehrkräfte + Schüler:innen). 

Schullizenz (Navigium PLUS): pro Schüler:in, eine Lizenz für alle Sprachen (Latein + moderne Fremdsprachen + Altgriechisch). Preis je nach Laufzeit und Schülerzahl. 

  • Jahreslizenz (12 Monate): 20–49 SuS: 7 €/SuS/Jahr · 50–199 SuS: 5 €/SuS/Jahr · >200 SuS: 3,50 €/SuS/Jahr. Drei-
  • Jahreslizenz (36 Monate): 20–49 SuS: 6 €/SuS/Jahr · 50–199 SuS: 4 €/SuS/Jahr · >200 SuS: 2,50 €/SuS/Jahr (Zahlung auch in 3 Jahresraten möglich). 

Privatlizenzen (Einzelpersonen):

  • Navigium (Latein): 24 €/Jahr (Probemonat: 3 €). 
  • Navigium PLUS (6 Sprachen): 30 €/Jahr (Probemonat: 3,50 €). 
  • Weitere Einzelsprachen (z. B. Englisch/Französisch/Spanisch): jeweils 24 €/Jahr (Probemonat: 3 €). 

Zusatz-Apps (einmalige App-Preise, laut Anbieter/Stores; können sich ändern):

  • Schulwörterbuch Latein↔Deutsch: 4,99 € (offline nutzbar). 
  • Großwörterbuch Latein↔Deutsch: 12,99 € (offline nutzbar). 
  • Pro Clausura (Wörterbuch für Klausurmodus): 9,99 €. 

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Navigium ist eine digitale Lernplattform für den Sprachunterricht mit Schwerpunkt auf Latein, inzwischen aber auch für moderne Fremdsprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch sowie Altgriechisch verfügbar. Die Plattform kombiniert Vokabeltraining, Grammatikübungen und digitale Textarbeit in einem System und richtet sich speziell an den schulischen Einsatz. Lehrkräfte können damit Unterricht vorbereiten, Aufgaben erstellen und Lernstände auswerten, während Schüler*innen selbstständig und strukturiert üben.

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✓ Geeignet für
  • Lateinlehrkräfte, die Wortschatz, Formenlehre und Textarbeit in einem System bündeln möchten (inkl. Vokabeltests und Textvorbereitung).
  • Schulen/Fachschaften, die eine Schullizenz für alle Sprachen nutzen und Lernstände/Ergebnisse im Blick behalten möchten (Diagnostik, Förderplanung).
  • Unterricht mit BYOD oder vorhandenen Endgeräten (z. B. Online-Tests, digitale Arbeitsblätter, Hausaufgaben).
  • Kollegien, die von vorintegrierten Lehrwerksinhalten (z. B. Pontes) und Fortbildungen profitieren wollen.
✕ Weniger geeignet für
  • Lehrkräfte, die bewusst ohne Gamification arbeiten möchten oder in sehr heterogenen Lerngruppen Wettbewerbe als störend erleben (dann braucht es klare Regeln/Alternativen).
  • Schulen, die keine digitale Vertrags-/Datenschutzfreigabe (AVV, Rollen, Speicherlogik) umsetzen können oder dürfen.
  • Kontexte, in denen Offline-Nutzung zentral ist: Die Plattform ist cloudbasiert; offline sind vor allem die separaten Wörterbuch-Apps (nicht der volle Plattformumfang).
  • Unterricht, der stark auf offene Schreib-/Übersetzungsleistungen setzt und digitale Teilautomatisierung nur begrenzt nutzen will (Übersetzungen werden z. B. nicht automatisch korrigiert; der Mehrwert liegt dann stärker in Übungen/Diagnostik/Textaufbereitung).

Navigium im Test – Funktionen, Preise & Erfahrungen

Einsatzbereiche im Unterricht

Navigium ist eine cloud-basierte Lehr- und Lernplattform, die im Kern für Latein entwickelt wurde, inzwischen aber auch moderne Fremdsprachen sowie Altgriechisch abdeckt. Für den Unterricht bedeutet das: Du kannst Navigium sowohl in der Vorbereitung (Material, Prüfungen, Textarbeit) als auch im Unterricht und als Hausaufgabe (Übungen, Wiederholung, Diagnostik) einsetzen. 

Besonders typisch sind diese Szenarien:

Im Lateinunterricht (Sek. I bis Abitur) unterstützt Navigium Wortschatzarbeit, Formen- und Konstruktionstraining sowie Textarbeit. Der Anbieter betont den Einsatz „von der 5. Klasse bis zum Abitur“ und stellt dafür u. a. Einrückmethode, Satzglied-/Konstruktion-Markierung, Textlexika und Vokabelhilfen bereit. 

Für moderne Sprachen wird das Konzept (Karteikasten + Vokabelgrafiken + Aufgaben/Tests + Textarbeit) auf Englisch/Französisch/Spanisch übertragen. Für Englisch werden zusätzlich Text-Vorlesefunktionen und KI-gestützte Grammatikaufgaben genannt. 

Für Altgriechisch gibt es laut Anbieter integrierte Vokabelbestände (u. a. Kantharos, Mythologia) und eine gamifizierte Wortschatzarbeit; Vertonung sei dort zumindest für Kantharos verfügbar. 

Wichtig für die Organisation: In Bundesländern/Umgebungen mit zentralen Identitäts- und Verwaltungsdiensten kann Navigium eingebunden sein. Im Berliner Schulportal wird Navigium z. B. via Single Sign-On angeboten; Nutzerbereitstellung und Kursübernahme laufen über die Berliner LUSD bzw. das Portal (mit der Einschränkung: es werden nur Lateinkurse übertragen und pro Schüler:in nur ein Lateinkurs). In Bayern wird Navigium im Kontext von VIDIS als aktivierbares Angebot genannt; dort können Schulleitungen AV-Verträge digital zeichnen und es startet bei Aktivierung eine kostenlose Testphase (laut VIDIS-Info). 

Funktionen & Anwendung

Navigium kombiniert mehrere Bausteine, die sich im Schulalltag als „Werkzeugkasten“ nutzen lassen: Wortschatz, Grammatik, Textarbeit, Aufgaben/Prüfungen und motivierende Wettbewerbsformate. 

In der Wortschatzarbeit liegt die Stärke darin, dass du je nach Fach typische Anforderungen sehr gezielt abbilden kannst: Karteikastenlernen, Lektionenlernen, verschiedene Abfrageformate und – für Latein besonders relevant – Abfragen inklusive Stammformen/Genitiv/Genus bzw. Deklinations- und Konjugationsklassen. 

Praktisch für den Alltag ist der Import: Navigium ist grundsätzlich lehrbuchunabhängig, bietet aber eine Fotofunktion, um Vokabeln schnell zu erfassen (und je nach Kontext auch aus PDF/Foto auszulesen). Gleichzeitig gibt es vorinstallierte Inhalte für bestimmte Lehrwerke/Kooperationen, sodass du nicht alles neu bauen musst. 

Für Unterricht und Leistungsüberprüfung sind diese Funktionen besonders lehrerrelevant:

  • Vokabeltests: Erstellung als Ausdruck oder als Online-Test. Online-Tests liefern den Lernenden ein Ergebnisprotokoll; für dich entfällt in vielen Fällen die klassische Korrekturarbeit und du bekommst Ergebnisübersichten. 
  • Klausur-/Klassenarbeitsvorbereitung (Latein): Mit der Funktion „Comparo“ wird ein Text gegen das vorauszusetzende Vokabular abgeglichen; unbekannte Wörter können als Vokabelhilfe (z. B. Fußnote) ergänzt werden. 
  • Digitale Arbeitsblätter/Übungen: Eigene digitale Aufgaben können erstellt werden; Navigium nennt mehrere Aufgabentypen, Rückmeldung vor Endabgabe, Einsicht in Ergebnisübersicht und Bearbeitung sowie Kooperation im Kollegium. 
  • Grammatiktraining: Formenbestimmung, Deklinations-/Konjugationstraining, KNG-Kongruenz; für einige Bereiche werden zusätzlich KI-generierte Grammatikübungen mit direktem Feedback (insb. in modernen Sprachen, aber auch in Latein wird „KI-generiert“ erwähnt) hervorgehoben. 
  • Textarbeit: Einrückmethode, farbliche Markierung von Satzkonstruktionen/Satzteilen, schneller Wörterbuchzugriff im Text, Aufbau von Textlexika und Vokabellisten; Import per Foto oder Copy/Paste. 

Für die Durchführung spielt die Gerätefrage eine große Rolle: Navigium ist browserbasiert und wird zusätzlich durch Apps ergänzt. In der Praxis funktioniert das häufig als BYOD-Ansatz (Smartphones/Tablets) oder mit Schulgeräten; selbst Online-Vokabeltests werden explizit als möglich beschrieben, auch wenn keine Tablets vorhanden sind (dann über das eigene Mobiltelefon der Schüler:innen). 

Als Extra für Prüfungen gibt es „Pro Clausura“: ein Wörterbuch mit Prüfungsmodus, das bewusst auf Funktionen wie flektierte Formensuche und Konjugations-/Deklinationstabellen verzichtet, weil sonst ein Einsatz in Klassenarbeiten/Klausuren typischerweise nicht zulässig wäre. In Niedersachsen ist die App laut Anbieter für Klassenarbeiten/Klausuren zugelassen; ob sie an deiner Schule genutzt werden darf, muss aber immer schulisch vorab geklärt werden. 

Didaktischer Mehrwert

Der didaktische Mehrwert entsteht vor allem aus drei Dingen: strukturierte Übungspfade, direkte Rückmeldungen und eine enge Verzahnung aus Unterricht und selbstständigem Üben.

Für Wortschatzarbeit ist das Karteikastensystem (Spaced Repetition) ein klarer Vorteil: Wiederholungen werden in sinnvollen Abständen organisiert, wodurch Auswendiglernen planbarer wird. Dass Lehrkräfte den Karteikasten in der Schullizenz steuern können und gleichzeitig Einsicht in Fortschritt/Ergebnisse bekommen, erleichtert Diagnostik und Förderplanung. 

In der Grammatik werden Übungsformate eingesetzt, die in vielen Lerngruppen funktionieren: Formenbestimmung und Kongruenzen lassen sich in kurzen Sequenzen trainieren, sowohl im Unterricht als auch als Hausaufgabe. Eine Klett-Handreichung betont, dass Lernende dabei im eigenen Tempo üben können und der Aufwand für Lehrkräfte gering ist, sobald Übungen/Settings stehen. 

In der Textarbeit liegt der Mehrwert darin, dass bewährte Methoden (Einrücken, Markieren, Vokabelhilfen) digital sauberer, schneller und für dich auswertbar werden. Für Latein ist das besonders relevant, weil du Texte differenzierter aufbereiten kannst: z. B. hilfereiche Vokabellisten erzeugen, unbekannte Wörter sichtbar machen und Schülerlösungen nach der Stunde abrufen. 

Motivation ist ein zentrales Verkaufsargument: Duelle, Wettrennen, Karriereleiter und eine jährliche Vokabel-Challenge („Sprint“) werden als motivierende Elemente beschrieben. Für viele Klassen kann das ein guter Hebel sein – solange klar bleibt, dass Gamification Unterricht nicht ersetzt, sondern Übungszeit attraktiver macht. 

Für moderne Fremdsprachen fällt zusätzlich auf: Navigium beschreibt KI-gestützte Erstellung passender Grammatikübungen und direkte Rückmeldungen. Das kann Differenzierung erleichtern (mehr Übungsvarianten, schnelleres Feedback), gleichzeitig lohnt sich hier ein genauer Blick auf Aufgabenqualität und Transparenz, weil „KI“ didaktisch stark von der konkreten Umsetzung abhängt. 

Datenschutz & Hosting

Für Schulen ist entscheidend: Navigium stellt eine eigene Datenschutzerklärung für den Schulbetrieb im Rahmen einer Auftragsverarbeitung bereit (Stand: 14.08.2023). Dort wird die Schule bzw. der Schulträger als Verantwortliche/r genannt; die Verarbeitung beim technischen Dienstleister erfolgt weisungsgebunden nach Art. 28 DSGVO. 

Besonders positiv aus Schulsicht ist das Pseudonym-Konzept: Navigium gibt an, dass keine Klarnamen/Adressen gespeichert werden und als Benutzername nur Pseudonyme möglich sind. Auch im Schul-Datenschutzdokument werden Benutzernamen als „Pseudonym“ geführt. 

Zum Hosting und zur Datensicherheit macht der Anbieter einige konkrete Aussagen: Daten (z. B. Vokabellektionen, Lernergebnisse) werden auf Servern innerhalb der EU gespeichert; Serverstandorte werden u. a. in Straßburg, Frankfurt und Irland genannt. Die Kommunikation erfolgt verschlüsselt via HTTPS; Passwörter werden als „gesalzene Hashes nach dem bcrypt-Verfahren“ gespeichert. 

Für den Schulbetrieb sind außerdem diese Punkte relevant:

  • Zwecke: Bereitstellung von Benutzerzugängen, Unterrichtsmaterialien/digitalen Unterrichtsszenarien (insb. Latein), Übungsangebote und Auswertung von Lernergebnissen. 
  • Protokolldaten: Server-Logdaten werden zur Betriebs-/Sicherheitsgewährleistung erhoben; IP-Adressen sollen nur in Ausnahmefällen gespeichert werden; Logdaten werden bis zu drei Monate aufbewahrt (laut Schul-Datenschutzdokument). 
  • Speicherdauer: Nicht genutzte Benutzerkonten werden zum Ablauf des Schuljahres gelöscht; Lehrkräften wird empfohlen, Lernergebnisse zum Schuljahresende zu löschen. 
  • Empfänger: Personenbezogene Daten werden laut Dokument durch Nutzer:innen des Angebots sowie durch Mitarbeitende des technischen Dienstleisters im Support verarbeitet; Subunternehmer (z. B. Serverbetrieb) sind möglich, mit entsprechenden Auftragsverarbeitungsvereinbarungen. 

Cookies/Session-Storage werden als technisch notwendig beschrieben. Das Cookie- und Storage-Dokument (Stand: 19.05.2023) nennt z. B. Authentifizierungs-Tokens (JWT) und Speicherwerte wie „school“ und „user“ im Session-Storage. Für Schulen kann das als nachvollziehbar gelten, sollte aber im AVV/Datenschutzcheck mitgedacht werden – insbesondere, wenn „dauerhaft angemeldet bleiben“ genutzt wird (Token bis 1 Jahr). 

Ein zusätzlicher Punkt ist die Einbindung von browser-update.org, die laut Anbieter genutzt wird, um Probleme durch veraltete Browser zu vermeiden; hier gilt die externe Privacy Policy des Dienstes. 

Kosten & Lizenzmodelle

Für Schulen ist das Modell relativ klar: Navigium wird als Schullizenz (Navigium PLUS) angeboten, die alle Lehrkräfte und Schüler:innen einer Schule umfasst und pro Schüler:in abgerechnet wird. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass pro Schüler:in nur eine Lizenz für alle Sprachen benötigt wird. 

Die Vertragslogik (aus dem Bestellformular) ist für Beschaffung und Haushalt wichtig: Die Lizenz kann gekündigt werden; ohne Kündigung verlängert sie sich automatisch zu gleichen Konditionen. Die Schülerzahl kann bis 5 Tage vor Verlängerung angepasst werden; eine nachträgliche Erhöhung während der Laufzeit ist möglich. Die Preise im Bestellformular sind „gültig bis 31.01.2027“. 

Wenn die Schule bereits zentrale Portale nutzt, kann das organisatorisch entlasten – oder neue Regeln bringen:

Im Berliner Schulportal wird betont, dass Lizenzen durch die Schule beim Anbieter erworben werden und nicht im Lizenzmanagement des Portals hinterlegt sind. Anmeldung läuft via SSO; Nutzerprovisionierung erfolgt über LUSD bzw. manuell (Nicht-LUSD-Schulen). Beim Umstieg auf Berliner SSO werden neue Konten erstellt; Inhalte (Vokabellektionen, Texte, Übungen) können exportiert/importiert werden, Ergebnisse/Karteikästen jedoch nicht. 

Für Bayern ist Navigium im VIDIS-Kontext als aktivierbares Angebot genannt; dort sollen AV-Verträge digital gezeichnet werden können. Außerdem wird von einer kostenlosen Testphase nach Aktivierung gesprochen. 

Für Einzelpersonen (z. B. wenn die Schule nicht lizenziert) gibt es Privatlizenzen mit Jahrespreisen, Probemonaten sowie laut FAQ auch Jahres- und Monatsoptionen. Die Privatlizenz lässt sich auf beliebig vielen Geräten nutzen (Login-basiert). Nach Ablauf/Kündigung besteht kein Zugriff mehr – das ist relevant, wenn Schüler:innen langfristig Lernstände behalten sollen. 

Zur Kündigung nennt Navigium explizit den Grundsatz: Kündigung über denselben Weg, über den abgeschlossen wurde (z. B. MyCommerce oder Link in CopeCart-Mail), alternativ via Formular mit Bestell-/Kundennummer. Kündigung erfolgt zum Ende der Vertragslaufzeit. 

Erfahrungen & Bewertungen

Für eine Lehrkraft sind drei Perspektiven sinnvoll: Anbieterangaben (Reichweite/Support), unabhängige Einblicke aus dem Schul-/Verlagsumfeld und Nutzerfeedback aus App-Stores.

Nach Anbieterangaben ist Navigium „an über 800 Schulen“ im Einsatz und bietet „über 1.000 kostenlose persönliche Schulungen“; außerdem werden „mehr als 150.000“ zufriedene Schüler:innen genannt. Solche Zahlen sind Marketing-Angaben, zeigen aber, dass Navigium im deutschen Schulmarkt sichtbar ist und Fortbildung als Bestandteil des Angebots versteht. 

Konkreter wird es bei den (aktuellen) Schulungen: Für das 1. Halbjahr 2026 werden mehrere kostenlose Online-Seminare (mit Teilnahmebescheinigung auf Wunsch) gelistet, außerdem Präsenztermine (z. B. bei Klett Service Centern) und angekündigte Veranstaltungen, teils mit KI-Bezug. Für dich ist das praktisch, wenn du Kollegiumseinführungen oder kurze, formalisierte Fortbildungsnachweise brauchst. 

Eine fachnahe, praxisorientierte Quelle ist die Klett-Handreichung „Mit Pontes in Navigium digital lernen, üben und prüfen“ (2025). Dort wird u. a. beschrieben, dass die Pontes-Texte und -Vokabeln in Navigium integriert sind und Texte bereits für Textanalyse aufbereitet sein können. Außerdem werden Lehrkraft-Funktionen wie Aufgabenvergabe über Nachrichten, Ergebnisübersichten, Online-Prüfungen mit PINs (gegen Fremdeinloggen), teilautomatische Korrektur (bis auf Übersetzungen) und typische Stolperstellen (z. B. strenge Schreibweise, Mehrfachlösungen, keine halben Punkte) benannt. Das ist besonders hilfreich, weil es die schulpraktische Seite (inkl. Grenzen) zeigt. 

Bei App-Feedback fällt auf: Die Navigium-Online-App hat im deutschen App Store eine durchschnittliche Bewertung von 3,7/5 bei 208 Bewertungen (Stand der Auslese über die App-Store-Seite). Inhaltlich zeigen Rezensionen typische Muster: Viele loben Motivation und Karteikasten; einzelne kritisieren Verhaltenslogik/Anzeige im Karteikasten oder wünschen mehr Steuerung. Auffällig ist, dass der Entwickler im App Store auf Kritik antwortet und Workarounds erklärt (z. B. „nicht gekonnte“ Vokabeln in eine Übungsbox speichern). 

Auf Trustpilot ist das Bild aufgrund sehr weniger Bewertungen kaum belastbar: Das Profil ist „nicht beansprucht“; es werden insgesamt 2 Bewertungen angezeigt und ein TrustScore im Bereich 3,4–3,5/5 ausgewiesen. Eine Bewertung lobt schnellen Support, eine ist stark polemisch formuliert – das zeigt eher: Support wird teils positiv wahrgenommen, die Datengrundlage ist aber zu klein für harte Schlüsse. 

Als Gegenperspektive (und zeitlich klar einzuordnen) lohnt ein Blick in eine Auswertung aus 2020 (Universität Bielefeld; Corona-Zeiten). Dort steht als offene Rückmeldung, dass „Kletts navigium zum Schulbuch pontes“ von Schülern als umständlich/ungeeignet empfunden worden sei. Das ist nicht 1:1 auf den heutigen Stand übertragbar, erinnert aber daran, dass Einführungsdidaktik, UX und Klassenroutine entscheidend sind – sonst wirkt auch ein gutes Tool sperrig. 

Unser Fazit zu Navigium

Navigium ist für den Schulalltag vor allem dann stark, wenn du systematisch Wortschatz (inkl. lateinspezifischer Abfragen), gezieltes Grammatiktraining und strukturierte Textarbeit zusammenführen willst – mit dem Bonus, dass Tests/Übungen teils automatisch ausgewertet werden und Ergebnisse für dich sichtbar sind. Besonders im Lateinunterricht ist die Kombination aus Textbearbeitung (Einrücken/Markieren/Vokabelhilfen), Klassenarbeitsvorbereitung (Vokabel-Abgleich) und Wortschatztraining ein stimmiges Gesamtpaket. 

Für moderne Fremdsprachen wirkt Navigium wie eine konsequente Übertragung des Systems (Karteikasten + Aufgaben + Gamification + Textarbeit), ergänzt um KI-gestützte Grammatikaufgaben und Vorlesefunktionen (v. a. Englisch/Französisch). Ob das im Kollegium überzeugt, hängt stark davon ab, ob die Inhalte/Übungsqualität als passend zum eigenen Curriculum erlebt werden und wie transparent „KI“ im konkreten Einsatz ist. 

Datenschutzseitig ist die Pseudonym-Strategie ein Pluspunkt, ebenso die klaren Schul-Dokumente zu Verantwortlichkeit/AVV, Speicherdauern und Cookie-/Storage-Einsatz. Für eine schulische Freigabe bleiben aber die üblichen Schritte wichtig: AVV prüfen/abschließen, Rollen- und Berechtigungskonzept sauber festlegen (insbesondere Lehrkraft-Zugriff auf Lernergebnisse) und bei KI-Funktionen gezielt nachfragen, welche Daten wie verarbeitet werden. 

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Seite ist ein unabhängiger redaktioneller Vergleich durch Lernmarktplatz.de und steht in keiner Verbindung zu den genannten Anbietern.

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