Beschreibung

FelloFish ist ein webbasiertes KI-Feedbacktool für Schule und Unterricht. Falls du das Tool noch unter dem alten Namen kennst: Das frühere Fiete.ai wurde im Januar 2025 in FelloFish umbenannt. Im aktuellen Schul-KI-Markt wird der Dienst als kommerzielles Feedback-Tool eingeordnet, das sich auf Rückmeldungen zu Texten und offenen Aufgaben spezialisiert. 

FelloFish im Test – Funktionen, Preise & Erfahrungen für Lehrkräfte

  • FelloFish GmbH
Produkt Form
  Preise
  • Free: kostenlos, 100 Feedbacks zum Einstieg, vollständiger Funktionsumfang, keine automatische Verlängerung. 
  • Pro: 79,90 € pro Jahr oder 9,90 € pro Monat inklusive MwSt.; unbegrenzte Aufgaben, unbegrenzte Feedbacks und Zugriff auf Vorlagen. 
  • Schule: 199 € pro Jahr für bis zu 3 Lehrkräfte, laut Anbieter 236,81 € inklusive MwSt.; zusätzlich verweist FelloFish für größere Schulumfänge auf individuelle Angebote. 

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Beschreibung

FelloFish ist ein webbasiertes KI-Feedbacktool für Schule und Unterricht. Falls du das Tool noch unter dem alten Namen kennst: Das frühere Fiete.ai wurde im Januar 2025 in FelloFish umbenannt. Im aktuellen Schul-KI-Markt wird der Dienst als kommerzielles Feedback-Tool eingeordnet, das sich auf Rückmeldungen zu Texten und offenen Aufgaben spezialisiert. 

Passt FelloFish zu mir?

✓ Geeignet für
  • Lehrkräfte in Deutsch, Fremdsprachen und allen Fächern mit offenen, sprachlich geprägten Aufgabenformaten.
  • Unterricht, in dem Überarbeitung, formative Rückmeldung und mehrere Feedbackschleifen bewusst eingeplant sind.
  • Hausaufgaben, Schreibtraining und Prüfungsvorbereitung, bei denen Lernende zwischen zwei Unterrichtsphasen direktes Feedback bekommen sollen.
  • Heterogene Lerngruppen, Sprachförderung und DaZ-nahe Settings, weil einfache Sprache, Übersetzung und Vorlesefunktion in Praxisberichten ausdrücklich hervorgehoben werden.
  • Kleine Fachgruppen oder Schulen, die mit einem überschaubaren Budget starten und zunächst wenige Lehrkräfte ausstatten wollen.
✕ Weniger geeignet für
  • Lehrkräfte, die überwiegend mit geschlossenen Aufgaben, kurzen Ein-Wort-Antworten oder rein automatischer Richtig-falsch-Kontrolle arbeiten.
  • Schulen, die ein System zur automatischen Benotung oder rechtssicheren Leistungsbewertung suchen; FelloFish wird ausdrücklich als Feedback- und nicht als Bewertungstool beschrieben.
  • Kollegien, die vor einer Einführung vollständige öffentliche Transparenz zu App-Hosting, Datenflüssen und allen Preisstaffeln erwarten.
  • Lerngruppen, die durch wiederholte KI-Überarbeitung eher frustriert werden oder in denen längere Schreib- und Revisionsphasen methodisch nicht gut eingebettet sind.
  • Lehrkräfte, die möglichst ohne eigene Kriterienarbeit starten wollen; die Qualität des Feedbacks hängt erkennbar stark von der Aufgabe und den gesetzten Kriterien ab.

FelloFish im Test – Funktionen, Preise & Erfahrungen

Kosten und Lizenzmodelle

Für einzelne Lehrkräfte ist das Preismodell leicht verständlich: Du kannst kostenlos starten, den kompletten Funktionsumfang testen und hast dafür 100 Feedbacks zur Verfügung. Wenn du das Tool regelmäßig im Unterricht einsetzen willst, ist Pro die eigentliche Arbeitslizenz. Sie rechnet sich vor allem dann, wenn du viele Schreib- oder Überarbeitungsphasen begleitest, weil Aufgaben und Feedbacks dann nicht mehr begrenzt sind. 

Für Schulen ist der öffentlich sichtbare Einstiegspreis vergleichsweise niedrig, deckt aber zunächst nur bis zu drei Lehrkräfte ab. Das macht die Schullizenz eher zu einem kleinen Startpaket als zu einer Vollausstattung für ein ganzes Kollegium. Positiv ist, dass laut Preis-Seite alles aus Pro enthalten ist; zusätzlich ist eine schulinterne Materialsammlung angekündigt, die zum Recherchezeitpunkt aber noch als „in Arbeit“ gekennzeichnet ist. Für größere Schulen oder Träger ist deshalb ein individuelles Angebot nötig. 

Einsatzbereiche im Unterricht

Die Stärke von FelloFish liegt überall dort, wo Lernende nicht nur eine Lösung ankreuzen, sondern eigene Texte, Begründungen, Analysen oder Ausarbeitungen verfassen. In Praxis- und Übersichtsbeiträgen wird das Tool besonders häufig für Deutsch, Fremdsprachen und textbezogene Aufgaben in anderen Fächern genannt. Auch in Naturwissenschaften und Mathematik kann es eingesetzt werden, wenn Sprache, Begründung oder Auswertung eine wichtige Rolle spielen. 

Für den Unterricht eignet sich FelloFish vor allem in drei Szenarien: bei offenen Schreibaufgaben im Unterricht, bei Hausaufgaben mit Rückmeldung zwischen zwei Unterrichtsstunden und bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten oder Klausuren. In einem aktuellen Landespilotprojekt wird das Tool vor allem für textbezogene Aufgaben in der Sekundarstufe I und II, im Unterricht, bei Hausaufgaben und zur Prüfungsvorbereitung genutzt. 

Wenn du in heterogenen Lerngruppen arbeitest, ist interessant, dass FelloFish laut Praxisberichten Feedback auch in einfacher Sprache, in weiteren Sprachen und per Vorlesefunktion bereitstellen kann. Das ist besonders relevant für Sprachförderung, DaZ-Kontexte oder Lerngruppen mit stark unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen. 

Funktionen und Anwendung

Das Grundprinzip ist klar: Du legst eine Aufgabe an, ergänzt Materialien und Feedbackkriterien und teilst die Aufgabe anschließend per Link oder QR-Code mit deinen Lernenden. Laut Nutzungsbedingungen handelt es sich um eine webbasierte SaaS-/Cloud-Lösung; offiziell genannt werden text- und bildbasierte Aufgaben. Nach der Bearbeitung erhalten Schülerinnen und Schüler Hinweise und Verbesserungsvorschläge und können ihre Antworten überarbeiten. 

Für Lehrkräfte sind vor allem vier Funktionen wichtig: die Ergebniszusammenschau für den Lernstand der Klasse, die individuelle Rückmeldung für einzelne Texte, Vorlagen für schnellere Aufgabenerstellung und die sichtbare Fortschrittsanzeige für Lernende. Offizielle Produktseiten beschreiben außerdem, dass der Überblick über Kompetenzen und Förderbedarfe in Echtzeit sichtbar werden soll. 

Praktisch relevant ist auch die multimodale Erweiterung: FelloFish kann mittlerweile nicht nur klassische Textaufgaben, sondern auch Aufgaben mit Bildern, Diagrammen, Karten, Karikaturen oder Comics verarbeiten. In einem Interview beschreibt der Anbieter zusätzlich, dass auch handschriftliche Texte oder Fotos hochgeladen und in digitalen Text umgewandelt werden können. Für Fächer mit Materialbezug ist das ein echter Vorteil, weil die Rückmeldung nicht nur am blanken Schülertext hängt, sondern am gesamten Aufgabenrahmen. 

Im Unterrichtsalltag spricht für FelloFish, dass Aufgaben laut Praxisberichten browserbasiert und niedrigschwellig verteilt werden können. Mehrere Berichte beschreiben den Zugang per Link oder QR-Code ohne aufwendige Schülerregistrierung; zusätzlich gibt es Vorlagen und die Möglichkeit, Aufgaben zu teilen. Dadurch ist der Einstieg deutlich einfacher als bei Plattformen, die erst eine aufwendige Kurs- oder Kontenverwaltung verlangen. 

Didaktischer Mehrwert

Didaktisch ist FelloFish dann stark, wenn du nicht nur „KI korrigiert“, sondern einen echten Überarbeitungsprozess planst. Das Tool gibt Rückmeldung auf Basis deiner Kriterien, Lernende überarbeiten ihren Text und erhalten erneut Feedback. Genau darin liegt der Mehrwert: weg von einmaliger Korrektur am Ende, hin zu formativer Begleitung während des Schreibens und Denkens. Verschiedene Praxistexte heben hervor, dass dadurch Schreibfrequenz, Reflexion und Überarbeitungskompetenz steigen können. 

Für dich als Lehrkraft kann das vor allem Zeit freisetzen. Die öffentliche Darstellung des Tools und mehrere Praxisberichte beschreiben, dass Lernen sichtbarer wird, weil du Kompetenzmuster und Förderbedarfe schneller erkennst. Gerade bei großen Lerngruppen ist das relevant: Nicht jede einzelne Rückmeldung muss von dir vollständig formuliert werden, du kannst aber trotzdem gezielt nachsteuern. 

Besonders sinnvoll ist FelloFish deshalb in Unterrichtsphasen, in denen du Schreibprodukte mehrfach verbessern lässt, etwa bei Inhaltsangaben, Analysen, Mediation, Stellungnahmen, Argumentationen oder textbezogenen Fachaufgaben. Weniger überzeugend ist der didaktische Mehrwert, wenn du nur einmalige Endprodukte einsammelst, keine Revision einplanst oder vor allem geschlossene Aufgabenformate unterrichtest. Dann bleibt vom System oft nur eine komfortable Rückmeldung übrig, aber nicht der eigentliche Lerngewinn durch Überarbeitung. 

Datenschutz und Hosting

Aus Lehrersicht ist der wichtigste Punkt: In den offiziellen Unterlagen stellt FelloFish die Verarbeitung unter DSGVO und BDSG dar. Für den Einsatz in der Schule ist außerdem klar beschrieben, dass der Anbieter bei der Nutzung durch Schulen als Auftragsverarbeiter handelt und die Schule beziehungsweise der Schulträger datenschutzrechtlich verantwortlich ist. In den Nutzungsbedingungen ist ausdrücklich von einem gesondert vereinbarten Vertrag zur Auftragsverarbeitung die Rede. 

Für den normalen Betrieb der Web-Anwendung nennt die Datenschutzerklärung unter anderem Login per E-Mail-Link, Zahlungsabwicklung über einen Zahlungsdienstleister und Analysefunktionen. Für die öffentliche Website wird ein US-Hoster genannt; dabei weist FelloFish selbst auf mögliche Drittlandübermittlungen hin und verweist auf das EU-U.S. Data Privacy Framework. Für die Website werden Server-Logs nach 24 Stunden gelöscht; für die Web-Anwendung sollen Log-Daten nur wenige Sekunden und nicht länger als während der geöffneten Browser-Sitzung gespeichert werden. 

Für Schulen wichtig: FelloFish betont zugleich, dass das Tool kein Notengeber ist. Auch aus rechtlicher Sicht ist diese Abgrenzung relevant, weil die Lehrkraft die Hoheit behält und das System auf Feedback statt auf autonome Bewertung ausgerichtet ist. In einem aktuellen Landespilotprojekt wird ausdrücklich festgehalten, dass FelloFish kein Bewertungstool ist. 

Offene Fragen und Grenzen der Recherche

Zwei Punkte bleiben aus Lehrersicht offen. Erstens sind für größere Schulen keine vollständigen öffentlichen Preisstaffeln sichtbar; öffentlich ausgewiesen ist nur das kleine Schulpaket bis zu drei Lehrkräfte, für alles Weitere verweist der Anbieter auf individuelle Angebote. Zweitens benennt die öffentliche Datenschutzerklärung zwar mehrere Dienste, macht in den hier recherchierten öffentlich zugänglichen Stellen aber nicht vollständig transparent, wo genau die schulische Web-Anwendung selbst gehostet wird und welche technischen Details für die eigentliche Unterrichtsdatennutzung gelten. Vor einer Beschaffung sollte deine Schule deshalb unbedingt AVV, TOMs, Subunternehmerliste und Hosting-Informationen im Detail anfordern und prüfen. 

Erfahrungen und Bewertungen

Die verfügbaren Erfahrungsberichte zeichnen insgesamt ein positives, aber nicht unkritisches Bild. Besonders häufig gelobt werden die Zeitersparnis, die schnelle Rückmeldung für Lernende und die Möglichkeit, Schreibprozesse häufiger zu begleiten. Ein Lehrerverbandsbeitrag bezeichnet FelloFish sogar als deutliche Arbeitserleichterung; ein universitärer Beitrag hebt vor allem die sofortige Rückmeldung und die wiederholte Überarbeitung hervor. Auch einzelne Lehrkräfteberichte beschreiben weniger Korrekturstress und einen sehr einfachen Zugang per Link oder QR-Code. 

Zum aktuellen Marktbild passt, dass FelloFish 2026 in aktuellen Übersichten zu schulischen KI-Lösungen als relevantes kommerzielles Feedback-Tool genannt wird. In einem laufenden Landespilotprojekt nehmen 16 allgemeinbildende Schulen teil; dort wird ein positives vorläufiges Bild in Bezug auf Lernfortschritt, Förderung, Motivation und schnelleres Feedback beschrieben. Ein regionales KI-Transfer-Porträt nennt darüber hinaus 65.000 Lehrkräfte, über eine Million generierte Feedbacks und rund 400 Schulen mit aktiven Lizenzen. Diese Zahlen zeigen eine beachtliche Marktpräsenz, stammen aber aus einer unternehmensnahen Darstellung und sollten deshalb eher als Indikator für Verbreitung als als unabhängige Evaluation gelesen werden. 

Kritik gibt es vor allem an den Grenzen generativer KI. Mehrere Praxisquellen berichten, dass Feedback manchmal zu allgemein, nicht konkret genug oder fachlich nicht immer treffsicher sein kann. Im Schulalltag können auch Redundanzen, fehlerhafte Hinweise oder eine Art Endlosschleife entstehen, in der selbst gute Texte weiter zu Überarbeitung aufgefordert werden. Gerade in höheren Jahrgängen kann das die Arbeitszeit erhöhen und zu Frust führen, wenn die methodische Rahmung fehlt. 

Der wichtigste Praxishinweis lautet deshalb: FelloFish funktioniert am besten als ergänzendes Tool, nicht als Ersatz für dein Urteil. Selbst der Anbieter betont in Interviews, dass Lehrkräfte Feedback einsehen, prüfen und bei Bedarf korrigierend eingreifen sollten. Die Unterrichtsqualität steigt also nicht automatisch nur durch die Software, sondern durch deine Aufgabenstellung, deine Kriterien und die Art, wie du die Klasse im Umgang mit KI-Feedback anleitest. 

Unser Fazit zu FelloFish

FelloFish ist für Lehrkräfte vor allem dann interessant, wenn du offene, textorientierte Aufgaben nicht nur einsammeln, sondern Lernende wirklich in Überarbeitungsschleifen bringen willst. Genau dafür ist das Tool gebaut: Du gibst Kriterien und Material vor, die KI liefert schnell Rückmeldung, und du bekommst zusätzlich eine Übersicht über Stärken und Schwächen deiner Lerngruppe. Im besten Fall spart das Zeit und erhöht gleichzeitig die Zahl sinnvoller Schreib- und Feedbackanlässe im Unterricht. 

Der Haken ist, dass FelloFish kein Selbstläufer ist. Du brauchst saubere Aufgaben, klare Kriterien und eine Klasse, die lernt, KI-Feedback kritisch zu nutzen statt blind zu übernehmen. Außerdem bleiben aus Sicht von Schulen wichtige Prüfsteine offen: die vollständige Transparenz zu Hosting und Datenflüssen in den öffentlichen Unterlagen sowie die nicht öffentlich ausgewiesenen Preise für größere Schulumfänge. Wenn du das akzeptierst und FelloFish als Feedback- und Überarbeitungstool verstehst, ist es eine interessante und derzeit im deutschen Schulmarkt sichtbare Speziallösung. Wenn du ein vollständig transparentes, notenfähiges oder fachlich völlig fehlerfreies System erwartest, wirst du eher an Grenzen stoßen. 

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Seite ist ein unabhängiger redaktioneller Vergleich durch Lernmarktplatz.de und steht in keiner Verbindung zu den genannten Anbietern.

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