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Herz und Blutkreislauf

Verfolge das Blut durch Herz, Lunge und Körper. Verbinde Herzräume, Gefäße und Blutbestandteile mit ihren Aufgaben.

Unsicher beim Einstieg?3 Aufgaben im freiwilligen Kurzcheck

Was kannst du schon?

Drei kurze Aufgaben helfen dir, deinen Startpunkt zu finden. Wenn du unsicher bist, wähle „Weiß ich noch nicht“.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Welche Herzhälfte pumpt Blut zur Lunge?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 2Welches Gefäß führt Blut zum Herzen zurück?

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Aufgabe 3Was bedeutet Schlagvolumen?

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Die rechte Herzhälfte – Die rechte Kammer pumpt über die Lungenarterien in den Lungenkreislauf.
  2. Eine Vene – Venen sind durch ihre Flussrichtung zum Herzen definiert.
  3. Die Blutmenge, die eine Kammer pro Schlag auswirft – Schlagvolumen ist ein Volumen pro Schlag. Erst mit der Herzfrequenz lässt sich das Herzminutenvolumen berechnen.

Direkt mit der Erklärung beginnen →

Das Herz: zwei Pumpen in einem Organ

Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan. Seine rechte Hälfte pumpt Blut zur Lunge, seine linke Hälfte in den Körper. Beide arbeiten zusammen und halten das Blut in Bewegung.

Vier Herzräume – gemeinsam eine Pumpe

Die Schnittzeichnung macht das Innere sichtbar. Suche zuerst die beiden Vorhöfe und die beiden Kammern. Lies dann an der Abbildung ab, wie Aufbau und Aufgabe zusammenpassen.

Schnittzeichnung des Herzens mit vier Herzräumen, vier Klappen, Hohlvenen, Lungengefäßen und Aorta. Die rechte Herzhälfte liegt im Bild links.
Das Herz von vorn: Die rechte Herzhälfte liegt im Bild links. Weiße Pfeile zeigen den Blutweg. Farben und Klappenstellungen sind schematisch. Die Zeichnung zeigt keinen bestimmten Zeitpunkt des Herzschlags; die dargestellten Klappen sind nicht gleichzeitig geöffnet.
Beschriftungen vergrößert ansehen ↗

Vorhöfe: Blut aufnehmen

In den rechten Vorhof münden die Hohlvenen aus dem Körper. Der linke Vorhof erhält Blut aus den Lungenvenen.

Kammern: Blut weiterpumpen

Die rechte Kammer pumpt in die Lungenarterie, die linke Kammer in die Aorta. Ihre dickere Muskelwand erzeugt den höheren Druck für den Körperkreislauf.

Scheidewand: Blutströme trennen

Die Herzscheidewand trennt rechte und linke Herzhälfte. Im Bild erkennst du zwischen den Kammern eine kräftige rosa Muskelwand.

Klappen: Rückfluss verhindern

Trikuspidal- und Mitralklappe liegen zwischen Vorhof und Kammer. Pulmonal- und Aortenklappe sitzen an den Ausgängen der Kammern. Sie wirken als Ventile.

Abbildung: Jakov nach Yaddah, überarbeitet von Jmarchn / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Zeichnung unverändert, auf weißem Hintergrund wiedergegeben.

Vom Aufbau zum Blutweg: Verfolge in der Zeichnung den Weg vom rechten Vorhof durch die rechte Kammer zur Lungenarterie. Nach dem Gasaustausch in der Lunge gelangt das Blut zur linken Herzhälfte zurück. So entstehen die beiden Kreisläufe.

Auch der Herzmuskel selbst braucht Sauerstoff und Nährstoffe. Dafür besitzt er eine eigene Blutversorgung: Die Herzkranzarterien zweigen von der Aorta ab und versorgen über ihre Kapillaren den Herzmuskel.

Ein Blutweg, zwei Kreisläufe

Die beiden Kreisläufe sind hintereinandergeschaltet. Auf einer vollständigen Runde passiert das Blut das Herz zweimal:

Lungenkreislauf

Rechte Kammer → Lungenarterien → Lungenkapillaren → Lungenvenen → linker Vorhof.

Körperkreislauf

Linke Kammer → Aorta und Körperarterien → Körperkapillaren → Körpervenen → rechter Vorhof.

Kreislauf-Explorer: mit dem Blut mitreisen

Du kennst jetzt die Herzräume und ihre Aufgaben. Verfolge im vereinfachten Schema eine vollständige Runde: Wähle eine Station oder gehe den Blutweg Schritt für Schritt durch. Die Pfeile zeigen die Flussrichtung.

Lungen- und Körperkreislauf · FunktionsschemaRechter VorhofRechte KammerLungeLinker VorhofLinke KammerKörpergewebeLungenarterieLungenvenenKörpervenenAortarechte Herzhälftelinke HerzhälfteBlau: sauerstoffärmer · Rot: sauerstoffreicherBlut ist immer rot; Farben kennzeichnen hier den O₂-Gehalt.

Rechter Vorhof

Sauerstoffärmeres Blut kommt aus dem Körper über die Hohlvenen in den rechten Vorhof.

Das Schema erklärt Verbindungen und Flussrichtung. Es zeigt keine maßstabsgetreue Herzform. Rechts und links beziehen sich auf die Person, nicht auf die Betrachtenden.

Auf schmalen Bildschirmen lassen sich die Schaubilder seitlich verschieben. Die Großansicht vergrößert das Hauptmodell.

Arterien, Venen und Kapillaren

Arterien · vom Herzen weg

Die Aorta und die Lungenarterien sind Arterien. Arterien besitzen Wände, die dem vom Herzen erzeugten Druck standhalten.

Venen · zum Herzen hin

Körpervenen und Lungenvenen sind Venen. Viele Venen besitzen Klappen, die den Rückstrom erschweren; Muskelbewegungen unterstützen den Transport.

Kapillaren · Stoffaustausch

Sehr feine Gefäße mit dünnen Wänden verbinden arterielle und venöse Gefäßabschnitte. Hier werden Gase und andere Stoffe ausgetauscht.

„Arterie = sauerstoffreich“ ist falsch: Die Lungenarterie führt sauerstoffärmeres Blut vom Herzen zur Lunge. Die Lungenvenen führen sauerstoffreicheres Blut zum Herzen zurück.

Wie das Herz den Rückfluss verhindert

Herzklappen wirken als druckgesteuerte Ventile. Segelklappen liegen zwischen Vorhöfen und Kammern, Taschenklappen an den Ausgängen zu Lungenarterie und Aorta. Sie öffnen und schließen durch Druckunterschiede.

Füllungsphase der Kammern

Bei passendem Druckgefälle sind die Segelklappen offen. Blut fließt aus den Vorhöfen in die Kammern; die Taschenklappen sind geschlossen.

Auswurfphase der Kammern

Die Kammern kontrahieren. Segelklappen verhindern den Rückfluss zu den Vorhöfen. Übersteigt der Kammerdruck den Arteriendruck, öffnen die Taschenklappen.

Vereinfachter Vergleich: Zwischen Füllung und Auswurf gibt es kurze Phasen, in denen alle Klappen geschlossen sind. Der Herzschlag umfasst mehr als zwei starre Schalterstellungen.

Zwei Fachbegriffe: Bei den Herzkammern umfasst die Systole das Anspannen und Auswerfen. Die Diastole umfasst das Entspannen und Füllen. Deshalb ist nicht während der gesamten Systole eine Taschenklappe offen und nicht während der gesamten Diastole eine Segelklappe.
Vertiefung: Wer gibt den Herzrhythmus vor?

Im rechten Vorhof liegt der Sinusknoten. Seine spezialisierten Herzmuskelzellen erzeugen elektrische Erregungen. Diese breiten sich über die Vorhöfe aus und gelangen über den AV-Knoten und weitere Leitungsbahnen zu den Kammern. Die kurze Verzögerung am AV-Knoten ermöglicht, dass sich die Vorhöfe vor den Kammern zusammenziehen. Das Nervensystem kann die Herzfrequenz verändern; das Herz erzeugt seinen Grundrhythmus selbst.

Was das Blut transportiert

Räumliche Illustration roter Blutkörperchen als beidseitig eingedellte Scheiben
Rote Blutkörperchen: Ihre eingedellte Scheibenform und Verformbarkeit unterstützen ihre Funktion im Blutstrom. Räumliche Illustration, keine Mikroskopaufnahme; Größen und Abstände vereinfacht.

Rote Blutkörperchen

Ihr Hämoglobin bindet den größten Teil des transportierten Sauerstoffs. Menschliche reife rote Blutkörperchen haben keinen Zellkern.

Blutplasma

Der flüssige Anteil transportiert unter anderem Nährstoffe, Hormone und Wärme. Ein großer Teil des CO₂ wird in Form von Hydrogencarbonat transportiert.

Weiße Blutkörperchen und Blutplättchen

Weiße Blutkörperchen wirken an der Abwehr mit. Blutplättchen tragen zusammen mit Gerinnungsfaktoren zum Wundverschluss bei.

Wie viel Blut pumpt das Herz pro Minute?

Die Herzfrequenz gibt die Schläge pro Minute an. Das Schlagvolumen ist die Blutmenge, die eine Kammer pro Schlag auswirft. Ihr Produkt heißt Herzminutenvolumen.

Herzminutenvolumen = Herzfrequenz × Schlagvolumen

Rechenmodell, keine individuellen Sollwerte. Beide Kammern fördern auf Dauer annähernd gleich große Volumina. Ihre Werte werden nicht zu einer doppelt so großen Kreislaufleistung addiert.

Puls und Herzfrequenz

Der tastbare Puls ist eine Druckwelle in einer Arterie, ausgelöst durch den Blutauswurf des Herzens. Er ist nicht ein einzelnes Blutpaket, das bei jedem Schlag durch den ganzen Körper läuft. Bei körperlicher Belastung können Herzfrequenz und Schlagvolumen steigen und so die Versorgung aktiver Gewebe erhöhen.

Pulsfrequenz und Blutdruck sind verschiedene Größen: Die Pulsfrequenz zählt Druckwellen pro Minute. Blutdruck bezeichnet den Druck in den Gefäßen; bei einer üblichen Messung werden ein höherer systolischer und ein niedrigerer diastolischer Wert angegeben. Aus der Pulsfrequenz allein lässt sich weder der Blutdruck noch das gepumpte Blutvolumen bestimmen.

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Wähle eine Stufe. Du bekommst zu jeder Antwort eine Rückmeldung und kannst nach einem Tipp erneut antworten. Wähle die passende Antwort. Begründe deine Entscheidung zunächst selbst und vergleiche sie anschließend mit der Erklärung.

Alle 18 Aufgaben mit Lösungen zum Nachlesen

1 · Erkennen und zuordnen

1. Welche Herzkammer pumpt Blut in den Körperkreislauf?

  • Die linke Kammer
  • Die rechte Kammer
  • Der rechte Vorhof
Lösung und Erklärung

Die linke Kammer

Die linke Kammer wirft Blut über die Aorta in den Körperkreislauf aus.

2. Was definiert eine Arterie?

  • Sie enthält immer sauerstoffreiches Blut
  • Sie führt Blut immer zum Herzen
  • Sie führt Blut vom Herzen weg
Lösung und Erklärung

Sie führt Blut vom Herzen weg

Die Flussrichtung bestimmt die Bezeichnung, nicht der Sauerstoffgehalt.

3. Worin besteht die Hauptaufgabe der Herzklappen?

  • Den gesamten Grundrhythmus erzeugen
  • Den Rückfluss von Blut begrenzen und den gerichteten Strom sichern
  • Sauerstoff aus CO₂ herstellen
Lösung und Erklärung

Den Rückfluss von Blut begrenzen und den gerichteten Strom sichern

Die Klappen öffnen und schließen durch Druckunterschiede und wirken als Ventile.

4. Wo findet der Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe hauptsächlich statt?

  • An Kapillaren
  • Im Inneren der Aortenklappe
  • Ausschließlich in großen Venen
Lösung und Erklärung

An Kapillaren

Kapillaren besitzen dünne Wände und ermöglichen den Austausch von Gasen und anderen Stoffen.

5. Welche Blutbestandteile transportieren über Hämoglobin den größten Teil des Sauerstoffs?

  • Blutplättchen
  • Ausschließlich weiße Blutkörperchen
  • Rote Blutkörperchen
Lösung und Erklärung

Rote Blutkörperchen

Hämoglobin in den roten Blutkörperchen bindet den größten Teil des im Blut transportierten Sauerstoffs.

6. Welche Struktur gibt normalerweise den Grundrhythmus des Herzens vor?

  • Die Aorta
  • Der Sinusknoten
  • Die Mitralklappe
Lösung und Erklärung

Der Sinusknoten

Spezialisierte Zellen des Sinusknotens erzeugen elektrische Erregungen. Das Nervensystem kann die Frequenz beeinflussen.

2 · Anwenden und erklären

1. Welcher Weg führt von der rechten Kammer zum linken Vorhof?

  • Lungenarterien → Lungenkapillaren → Lungenvenen
  • Aorta → Körperkapillaren → Hohlvenen
  • Hohlvenen → Aorta → Lungenarterien
Lösung und Erklärung

Lungenarterien → Lungenkapillaren → Lungenvenen

Die rechte Kammer pumpt durch den Lungenkreislauf. Von der Lunge führt der Weg über Lungenvenen zum linken Vorhof.

2. Warum ist die Lungenarterie trotz sauerstoffärmeren Blutes eine Arterie?

  • Sie führt immer zum linken Vorhof
  • Der Name hängt nur von der Wandfarbe ab
  • Sie führt vom Herzen weg
Lösung und Erklärung

Sie führt vom Herzen weg

Arterien werden durch die Flussrichtung vom Herzen weg definiert.

3. In der Auswurfphase übersteigt der Kammerdruck den Arteriendruck. Welche Klappen öffnen sich?

  • Alle Klappen des Herzens gleichzeitig
  • Die Taschenklappen an den Kammerausgängen
  • Die Segelklappen zu den Vorhöfen
Lösung und Erklärung

Die Taschenklappen an den Kammerausgängen

Das Druckgefälle öffnet die Taschenklappen. Geschlossene Segelklappen begrenzen den Rückstrom zu den Vorhöfen.

4. Ein Modellherz schlägt 75-mal pro Minute und wirft 80 ml pro Schlag aus. Welches Herzminutenvolumen ergibt sich?

  • 6 l/min
  • 0,94 l/min
  • 155 l/min
Lösung und Erklärung

6 l/min

75 × 80 = 6000 ml/min. Durch 1000 geteilt ergibt das 6 l/min.

5. Zwei Modellherzen haben 80 Schläge/min, aber 50 ml beziehungsweise 75 ml Schlagvolumen. Welcher Vergleich stimmt?

  • Beide fördern wegen gleicher Frequenz gleich viel
  • 50 l/min gegenüber 75 l/min
  • 4 l/min gegenüber 6 l/min
Lösung und Erklärung

4 l/min gegenüber 6 l/min

Die Fördermenge hängt auch vom Schlagvolumen ab: 80 × 50 = 4000 ml und 80 × 75 = 6000 ml pro Minute.

6. Welche Funktion passt zu Blutplättchen?

  • Den Grundrhythmus im Sinusknoten erzeugen
  • Mit Gerinnungsfaktoren zum Wundverschluss beitragen
  • Den gesamten Sauerstoff über Hämoglobin binden
Lösung und Erklärung

Mit Gerinnungsfaktoren zum Wundverschluss beitragen

Blutplättchen wirken am Wundverschluss mit. Andere Blutbestandteile übernehmen Transport- und Abwehraufgaben.

3 · Prüfen und übertragen

1. Warum hat die linke Kammer eine kräftigere Muskelwand als die rechte?

  • Sie erzeugt den höheren Druck für den Körperkreislauf
  • Sie pumpt auf Dauer grundsätzlich doppelt so viel Blut
  • Sie arbeitet ohne jeden Widerstand
Lösung und Erklärung

Sie erzeugt den höheren Druck für den Körperkreislauf

Der Körperkreislauf erfordert einen höheren Druck. Die dauerhaften Fördervolumina beider Kammern sind dennoch annähernd gleich.

2. Jede Kammer fördert im Modell 5 l/min. Warum ist die Kreislaufleistung nicht 10 l/min?

  • Eine der Kammern fördert in Wirklichkeit grundsätzlich kein Blut
  • Die Einheiten Liter und Minute dürfen nicht kombiniert werden
  • Die beiden Kreisläufe sind hintereinandergeschaltet; Addieren zählt dieselbe Menge doppelt
Lösung und Erklärung

Die beiden Kreisläufe sind hintereinandergeschaltet; Addieren zählt dieselbe Menge doppelt

Dasselbe Blut durchläuft auf einer vollständigen Runde beide Kreisläufe. Ihre Fördermengen werden nicht addiert.

3. Warum kann man aus 80 Pulsschlägen pro Minute allein keinen Blutdruck ablesen?

  • Pulswellen entstehen unabhängig von jedem Herzauswurf
  • Frequenz und Druck sind verschiedene Größen
  • Der Blutdruck ist immer exakt 80
Lösung und Erklärung

Frequenz und Druck sind verschiedene Größen

Die Pulsfrequenz zählt Druckwellen. Sie ist keine Messung der Höhe des Gefäßdrucks.

4. Ein Herzschema zeigt mehrere Klappen offen. Was muss beim Deuten beachtet werden?

  • Eine Übersicht kann Verbindungen zeigen, ohne eine einzelne Herzphase darzustellen
  • Alle Herzklappen sind auch im Körper immer gleichzeitig offen
  • Klappen haben deshalb keine Funktion
Lösung und Erklärung

Eine Übersicht kann Verbindungen zeigen, ohne eine einzelne Herzphase darzustellen

Die Abbildung ist schematisch. Für eine konkrete Phase müssen die jeweiligen Druckverhältnisse berücksichtigt werden.

5. Warum braucht der Herzmuskel eine eigene Versorgung über Herzkranzgefäße?

  • Der Herzmuskel besteht aus unbelebtem Material
  • Das Blut im Herzen ersetzt automatisch jede Gewebeversorgung
  • Seine arbeitenden Zellen benötigen Sauerstoff und Nährstoffe
Lösung und Erklärung

Seine arbeitenden Zellen benötigen Sauerstoff und Nährstoffe

Herzkranzarterien und ihre Kapillaren versorgen das Muskelgewebe der Pumpe selbst.

6. Welche Beschreibung der Systole ist genauer als „die Taschenklappen sind immer offen“?

  • Sie bezeichnet den dauerhaften Stillstand des Herzens
  • Sie umfasst Anspannung und Auswurf; die Klappen öffnen erst bei passendem Druckgefälle
  • Sie umfasst ausschließlich das Füllen bei offenen Segelklappen
Lösung und Erklärung

Sie umfasst Anspannung und Auswurf; die Klappen öffnen erst bei passendem Druckgefälle

Zu Beginn der Kammersystole kann eine Phase mit geschlossenen Klappen liegen. Erst ausreichender Kammerdruck ermöglicht den Auswurf.

Wie sicher bist du jetzt?

Bearbeite drei weitere Aufgaben ohne Nachschlagen. Nutze die Rückmeldung, um gezielt weiterzulernen.

Entscheide ohne Nachschlagen. Pro Aufgabe passt genau eine Antwort.

Aufgabe 1Welcher Blutweg ist richtig?

Wähle genau eine Antwort.

Antwort auswählen

Aufgabe 2Bei 90 Schlägen/min und 60 ml pro Schlag ergibt sich welches Herzminutenvolumen?

Wähle genau eine Antwort.

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Aufgabe 3Welche Aussage trennt Flussrichtung und Sauerstoffgehalt korrekt?

Wähle genau eine Antwort.

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Lösungen mit Erklärungen
  1. Körper → rechter Vorhof → rechte Kammer → Lunge → linker Vorhof → linke Kammer → Körper – Vorhöfe nehmen Blut auf, Kammern pumpen es weiter. Lungen- und Körperkreislauf bilden eine zusammenhängende Runde.
  2. 5,4 l/min – 90 × 60 = 5400 ml/min = 5,4 l/min. Berechnet wird die Fördermenge einer Kammer.
  3. Lungenvenen führen sauerstoffreicheres Blut zum Herzen – Im Lungenkreislauf wird besonders deutlich: Die Gefäßbezeichnung folgt der Richtung, nicht dem Sauerstoffgehalt.

Die Aufgaben sind unterschiedlich. Die Ergebnisse geben dir eine kurze Orientierung zu deinem Lernstand.

Weitere Aufgaben zum Selbstcheck

Zehn Aufgaben: erst selbst lösen, dann vergleichen

1 · Nenne die vier Herzräume.

Tipp anzeigen
Zwei Vorhöfe und zwei Kammern.
Lösung anzeigen
Rechter Vorhof, rechte Kammer, linker Vorhof, linke Kammer.

2 · Verfolge Blut von der rechten Kammer bis zum linken Vorhof.

Tipp anzeigen
Dazwischen liegt die Lunge.
Lösung anzeigen
Rechte Kammer → Lungenarterie → Lungenkapillaren → Lungenvenen → linker Vorhof.

3 · Warum ist die Lungenarterie eine Arterie, obwohl ihr Blut sauerstoffärmer ist?

Tipp anzeigen
Die Definition bezieht sich auf die Flussrichtung.
Lösung anzeigen
Sie führt Blut vom Herzen weg. Der Sauerstoffgehalt entscheidet nicht über die Bezeichnung.

4 · Welche Funktion haben Herzklappen?

Tipp anzeigen
Denke an Rückfluss.
Lösung anzeigen
Sie öffnen und schließen durch Druckunterschiede und sichern dadurch einen gerichteten Blutstrom.

5 · Warum hat die linke Kammer eine kräftigere Muskelwand?

Tipp anzeigen
Welcher Kreislauf benötigt den höheren Druck?
Lösung anzeigen
Sie pumpt durch den Körperkreislauf und muss einen höheren Druck erzeugen als die rechte Kammer im Lungenkreislauf.

6 · Welche Aufgabe hat Hämoglobin?

Tipp anzeigen
Es befindet sich in roten Blutkörperchen.
Lösung anzeigen
Es bindet und transportiert den größten Teil des Sauerstoffs im Blut.

7 · Berechne das Herzminutenvolumen bei 80/min und 60 ml pro Schlag.

Tipp anzeigen
Erst ml/min, dann in l/min umrechnen.
Lösung anzeigen
80 × 60 = 4800 ml/min = 4,8 l/min.

8 · Warum darf man die Fördermengen beider Kammern nicht einfach addieren?

Tipp anzeigen
Die Kreisläufe liegen hintereinander.
Lösung anzeigen
Beide Kammern befördern auf Dauer annähernd dieselbe Blutmenge durch hintereinandergeschaltete Abschnitte. Addieren würde dieselbe Kreislaufmenge doppelt zählen.

9 · Warum benötigt der Herzmuskel Herzkranzgefäße?

Tipp anzeigen
Auch die Pumpe besteht aus lebenden Zellen.
Lösung anzeigen
Seine Muskelzellen arbeiten ständig und benötigen Sauerstoff und Nährstoffe. Diese gelangen über die Herzkranzarterien und ihre Kapillaren zum Herzmuskel.

10 · Zwei Modellherzen schlagen 80-mal pro Minute. Eines wirft 60 ml, das andere 90 ml je Schlag aus. Pumpen sie gleich viel?

Tipp anzeigen
Berechne beide Herzminutenvolumina.
Lösung anzeigen
Nein. 80 × 60 = 4 800 ml/min = 4,8 l/min; 80 × 90 = 7 200 ml/min = 7,2 l/min. Gleiche Frequenz bedeutet nicht gleiches Herzminutenvolumen. Gemeint ist jeweils das Volumen einer Kammer.
Zusätzlicher Begriffscheck

Kurzer Begriffscheck

Was definiert eine Vene?

Wähle eine Antwort.

Zum Vertiefen: OpenStax · Atmung und Kreislauf.

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